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Niedersachsen hält weiter an den Abiprüfungen fest

Nachdem die Bildungsgewerkschaft GEW eine pandemiebedingte Absage der Abiprüfungen forderte, kommt jetzt die Botschaft aus Hannover: Die ersten Klausuren beginnen am 19. April.

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Symbolfoto: dpa

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Niedersachsens Landesregierung sieht in der Corona-Krise weiterhin keinen Grund, die Abiturprüfungen abzusagen. Einen entsprechenden Vorstoß der Bildungsgewerkschaft GEW wies das Kultusministerium zurück. «Von dem Vorschlag halten wir nichts», teilte das Ministerium der NWZ mit. Das sei eher ein Beitrag zur Verunsicherung. «Unsere Anstrengungen richten sich darauf aus, den Prüflingen auch in der gegenwärtig schwierigen Gesamtlage hochwertige Abschlüsse zuzusichern.»

Bereits Anfang März hatte das Kultusministerium die Abiturtermine in einem Erlass an die rund 450 betroffenen Schulen bestätigt. Der Zeitplan solle auch dann nicht geändert werden, wenn zum Zeitpunkt der Prüfungen einzelne oder alle Schulen im Wechsel- oder sogar im Distanzunterricht sind. Es werde jedoch nur der Lernstoff abgefragt, der auch tatsächlich behandelt wurde, versicherte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) den Schülern damals: «Wir sichern faire Prüfungen zu, keiner muss Nachteile wegen Corona befürchten.»

Die erste Abiturklausur soll demnach am 19. April im Fach Geschichte geschrieben werden, die letzte am 11. Mai im Fach Physik. Vom 17. Mai bis 9. Juni soll es Nachschreibtermine geben.

GEW-Chefin Marlis Tepe hatte die Länder zu Wochenbeginn aufgefordert, von Prüfungen abzusehen, sollten die Ansteckungen mit dem Coronavirus in der dritten Welle weiter dramatisch zunehmen. Alternativ könnten die Leistungen im Unterricht zur Notengebung herangezogen werden.

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