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Nicht zerreden

Thema: Ampel streitet über künftige Corona-Maßnahmen – Welche Virus-Varianten im Herbst drohen, weiß niemand. Aber die Regierung sollte darauf vorbereitet sein.

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Sein Vorhaben verkündete er dort, wo er am häufigsten zu Gast ist - bei Markus Lanz. Geht es nach Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), sollen ab Herbst wieder Masken in Innenräumen getragen werden. Prompt polterte die FDP dagegen: Justizminister Marco Buschmann warnte davor, sich vorschnell auf einzelne Maßnahmen festzulegen.

Ja, der Vorstoß kommt gefühlt zur Unzeit. Der Bürger hat Corona satt. Die Fallzahlen sinken. Jeder genießt wieder das Leben ohne Einschränkungen und möchte am liebsten nicht an den Herbst und  steigende Infektionszahlen denken.

Aber genau das macht der Gesundheitsminister, und das darf man ihm nicht verdenken. Wie groß war im letzten Herbst noch die Kritik an die Bundesregierung, sich im Sommer gerade nicht auf das zu Erwartende in der kalten Jahreszeit eingestellt zu haben. Der Vorwurf an die Politik lautete doch, während der Pandemie immer nur auf Sicht gefahren zu sein.

"Wichtig ist, dass dabei das eigentliche Ziel nicht aus den Augen verloren geht: So gut geschützt wie möglich und so wenig Einschränkungen wie nötig."Matthias Niehues

Ja, noch ist unklar, was im Herbst auf das Land zukommt. Noch kann niemand ahnen, ob sich milde oder weniger freundliche Virus-Varianten verbreiten werden. Tatsache ist aber, dass die Gesundheitsminister der Länder schon seit Wochen eine neue Rechtsgrundlage für Corona-Regeln fordern, die sonst im September auslaufen würde.

Dass die Ampel jetzt um den richtigen Kurs ringt, ist gelebte Politik. Wichtig ist, dass dabei das eigentliche Ziel nicht aus den Augen verloren geht: So gut geschützt wie möglich und so wenig Einschränkungen wie nötig. Politisch zerredet werden darf die Corona-Vorsorge jedenfalls nicht.

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