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Neuenkirchens CDU will schnelle Entschärfung der Stickteichkreuzung

Den Christdemokraten reicht es: Sie wollen wegen der fehlenden Sicherheit im Kreuzungsbereich nicht mehr länger nur Worte hören. Sie wollen endlich Taten sehen.

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Große Gefahrenstelle: So stuft die CDU Neuenkirchen die Stickteichkreuzung ein. Sie will keine Wasserstandsmeldungen mehr hören, sondern Taten für mehr Sicherheit sehen. Foto: Lammert

Große Gefahrenstelle: So stuft die CDU Neuenkirchen die Stickteichkreuzung ein. Sie will keine Wasserstandsmeldungen mehr hören, sondern Taten für mehr Sicherheit sehen. Foto: Lammert

Neuenkirchens CDU–Gemeindeverbandsvorsitzender Tobias Lahrmann und seinen Vorstandskollegen reicht es. Sie wollen hinsichtlich der sogenannten Stickteichkreuzung – das ist die Kreuzung der Landesstraße 76 von Vörden nach Bersenbrück mit der Alfhausener Straße in Neuenkirchen und der Landesstraße 107 nach Rieste – endlich mehr Sicherheit.

"Was die CDU seit 3 Jahren zu dieser Kreuzung hört, sind Wasserstandsmeldungen. Mehr nicht"Tobias Lahrmann, CDU-Vorsitzender

Das Fass zum Überlaufen gebracht haben in jüngster Zeit mehrere Verkehrsunfälle auf der Kreuzung, die insgesamt einigermaßen glimpflich ausgegangen sind. "Was die CDU seit 3 Jahren zu dieser Kreuzung hört, sind Wasserstandsmeldungen. Mehr nicht“, schimpfte Tobias Lahrmann.

Um Schwung in die Angelegenheit zu bekommen, hat der Vorstand nun einen offenen Brief an die beiden Landräte der Kreise Vechta und Osnabrück, die Bürgermeister der betroffenen Kommunen und den CDU-Landtagsabgeordneten Christian Calderone geschickt, der auch Neuenkirchen-Vörden im Hannover vertritt.

Nächster Schritt in Sachen Sicherheit soll gemacht werden

Den Brief hat die CDU geschrieben, "da wir mittlerweile nicht mehr wissen, was noch alles passieren muss, damit endlich die Schärfe aus der L 76 (Neuenkirchen/Rieste) herausgenommen wird". Die Sanierung der L 76 sei ein guter und wichtiger Schritt gewesen, nun müsse aber der nächste notwendige Schritt beim Thema "Sicherheit" gemacht werden, besonders nach den mittlerweile zahlreichen Anmerkungen der örtlichen Bevölkerung und Politik.

Immer häufiger seien Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit auf der L 76 unterwegs. Um dem Herr zu werden, seien Geschwindigkeitskontrollen erforderlich. Außerdem plädiert die CDU dafür, auf dem Abschnitt zwischen der Kreuzung und der Einmündung des Heerweges auf die L 76 eine Tempo-50-Zone auszuweisen. Mit beiden Maßnahmen ließe sich die Lage kurzfristig entschärfen und das Überqueren der Kreuzung für alle Verkehrsteilnehmer sicherer machen.

Auf offene Ohren stoßen die Forderungen der Neuenkirchener CDU bei Christian Calderone. Der teilte mit, er habe mit den beiden Bürgermeistern der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden und der Samtgemeinde Bersenbrück, Ansgar Brockmann beziehungsweise Michael Wernke, einen Termin beim zuständigen Landesstraßenbauamt vereinbart.

"Aus meiner Sicht bedarf es einer grundlegenden Neuüberplanung der viel frequentierten Kreuzung"Christian Calderone, Landtagsabgeordneter

"Aus meiner Sicht bedarf es einer grundlegenden Neuüberplanung der viel frequentierten Kreuzung. Die sowieso anstehende Sanierung der Kreuzung sollte das Land nutzen, um im Dialog mit anliegenden Kommunen einen Umbau im Sinne der Verkehrssicherheit vorzunehmen", erklärte der Politiker aus Quakenbrück. Auch befürwortete er eine Tempobegrenzung und Geschwindigkeitskontrollen.

Für die Kontrollen sind der Landkreis Osnabrück und die Polizei in diesem Landkreis zuständig. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung müsste die Samtgemeinde Bersenbrück als zuständige Verkehrsbehörde anordnen. Denn bereits ab der Einmündung des Strietweges verläuft die Landesstraße 76 in Richtig Bersenbrück auf dem Gebiet des Landkreises Osnabrück.

Unfallkommission besichtigte Kreuzung am Mittwoch

Aus dem Bersenbrücker Rathaus hieß es am Donnerstag, aufgrund der Unfallsituation in dem Kreuzungsbereich habe die zuständige Unfallkommission unter Federführung der Polizeiinspektion Osnabrück bereits Anfang Dezember einen Termin zur Ortsbesichtigung vereinbart.

Der habe am vergangenen Mittwoch stattgefunden. Es sei um die Verkehrssituation an der Stelle und um mögliche, zu ergreifende Maßnahmen gegangen. Die Ergebnisse finden sich in einem Protokoll, das möglicherweise noch vor Weihnachten veröffentlicht wird.

Neuenkirchen-Vördens Bauamtsleiter Jürgen Rolfsen sagte dazu, auch wenn die Gemeinde in dieser Angelegenheit nichts entscheiden könne, begrüße sie alles, was der Verkehrssicherheit im Kreuzungsbereich dient.

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