Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Neuenkirchen-Vördens Finanzausschuss winkt Nachtragsetat durch

Die Finanzen der Gemeinde entwickeln sich besser als erwartet. Trotzdem klafft zwischen Einnahmen und Ausgaben noch ein Loch. Das lässt sich aber mit Geld aus den Überschussrücklagen stopfen.

Artikel teilen:
Es geht um viel Geld: Die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden verbucht 2021 mehr Einnahmen als bislang geplant. Allein bei der Gewerbesteuer sind es 470.000 Euro.   Foto: dpa / Berg

Es geht um viel Geld: Die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden verbucht 2021 mehr Einnahmen als bislang geplant. Allein bei der Gewerbesteuer sind es 470.000 Euro.   Foto: dpa / Berg

Nachdem Heinz Fehrmann (IGNV) bereits während der Diskussion über den Nachtragshaushalt der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden bei der Sitzung des Wirtschafts- und Finanzausschusses am Donnerstag Kritik an den Investitionen geübt hatte, verwunderte es nicht, dass er bei der Abstimmung gegen den Nachtrag votierte.

Die übrigen Mitglieder, die unter dem Vorsitz des Christdemokraten Dr. Heinrich Brand im Rathaus tagten, befürworteten dagegen das von Kämmererin Doris Suhrenbrock vorgelegte Zahlenwerk.

Im Ergebnishaushalt steigen damit die Erträge um rund 565.000 auf zirka 15,44 Millionen Euro. Die ordentlichen Aufwendungen steigen um fast 50.000 auf knapp 15,72 Millionen Euro. Der Finanzetat erhöht sich bei den Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit um fast 535.000 auf rund 14,21 Millionen Euro, bei den Auszahlungen verringert sich die Summe um zirka 39.000 auf 13,61 Millionen Euro.

Gewerbesteuer bringt 470.000 Euro mehr in die Kasse

Doris Suhrenbrock teilte mit, die Gewerbesteuereinnahmen klettern gegenüber den Ansätzen im Haushaltsplan 2021 um 470.000 auf fast 3,58 Millionen Euro. Bei den Schlüsselzuweisungen erwartet die Kämmerin ein Plus von 260.000 Euro. Dagegen sinken die Einnahmen aus der Vergnügungssteuer um 100.000, beim Einkommenssteueranteil um 53.000 und beim Umsatzsteueranteil um 40.000 Euro.

Während die von der Gemeinde zu zahlende Gewerbesteuerumlage wegen der höheren Einnahmen bei dieser Steuer um 47.100 Euro steig, reduziert sich die Zinslast um 30.000 Euro.

Hatte die Kämmerin bei der Erstellung des Haushaltsplans für dieses Jahr noch mit einem Fehlbetrag von etwa 795.000 Euro kalkuliert, so reduziert er sich nun nach ihren Worten um zirka 515.000 Euro. Die Gemeinde könne die noch anfallenden 280.000 Euro allerdings aus den vorhandenen Überschussrücklagen ausgleichen.

Schuldenstand wird bei 6,89 Millionen Euro liegen

Mit Blick auf den Schuldenstand Ende des Jahres sagte Doris Suhrenbrock, er werde sich voraussichtlich auf 6,89 Millionen Euro belaufen, etwa 1,14 Millionen Euro weniger als geplant, weil eine Kreditermächtigung in dieser Höhe Ende des Jahres auslaufen und nicht verlängert werden wird.

Heinz Fehrmann kritisierte, die Gemeinde berücksichtige den Außenbereich zu wenig. Bei Straßensanierungen dort sei sie "recht sparsam“. Auch in diesem Jahr habe sie wieder die Sanierung eines Gemeindewegs gestrichen.

Dazu sagte Bürgermeister Ansgar Brockmann, 9 von 10 Anliegern, die sich an den Kosten hätten beteiligen sollen, hätten erklärt, der Ausbau sei noch nicht notwendig. Zudem habe die Gemeinde in Hinnenkamp einen Weg ausgebaut. Dr. Brand sagte, die Investitionen in den Ortskernen kämen auch den Bürgern aus den Außenbereichen zugute.

LED-Technik spart 9500 Kilowattstunden Strom

Mit Blick auf die Sporthalle in Vörden teilte die Kämmerin den Ausschussmitgliedern mit, die Gemeinde werde die Beleuchtung in den Umkleidekabinen und im Flurbereich auf die LED-Steuerungstechnik umstellen lassen. Das soll während der Osterferien 2022 geschehen.

Der Bund beteiligt sich mit 40 Prozent an den Kosten von rund 29.000 Euro. Die Gemeindeverwaltung rechnet nach der Umstellung mit einer Stromeinsparung von 9500 Kilowattstunden pro Jahr, was der Senkung des Verbrauchs um 73 Prozent entsprechen würde.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Neuenkirchen-Vördens Finanzausschuss winkt Nachtragsetat durch - OM online