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Neue Vorwürfe gegen Thomas Otto

Der Friesoyther Bürgermeister Sven Stratmann kann sich Regressansprüche gegen seinen Amtskollegen vorstellen, da der dem Verband geschadet habe.

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Es brodelt hinter den Kulissen: Der Friesoyther Bürgermeister wirft seinem Saterländer Amtskollegen Thomas Otto vor, dem C-Port geschadet zu haben und denkt über Regressforderungen nach. Otto hält den Vorwurf für „an den Haaren herbeigezogen.“  Foto: Stix

Es brodelt hinter den Kulissen: Der Friesoyther Bürgermeister wirft seinem Saterländer Amtskollegen Thomas Otto vor, dem C-Port geschadet zu haben und denkt über Regressforderungen nach. Otto hält den Vorwurf für „an den Haaren herbeigezogen.“  Foto: Stix

In der neuesten Ausgabe seiner Unternehmenszeitung freut sich der C-Port am Küstenkanal noch über die positive Entwicklung des Hafens und über die Neuansiedlung eines Maschinenbauers. Intern aber brodelt es in den Gremien des Industrieparks. Der Friesoyther Bürgermeister Sven Stratmann kritisiert seinen Saterländer Amtskollegen und kann sich sogar Regressansprüche vorstellen.

Stratmann wirft Otto vor, dass er die Ansiedlungsvorhaben der Firmen Revis und Kaskum, die am C-Port Mist und Gülle verarbeitende Anlagen bauen wollen, zu früh öffentlich gemacht habe. Das habe, so Stratmann, zu Diskussionen geführt, die dem C-Port schaden.

„Wenn sich der Schaden beziffern lässt, muss der C-Port prüfen, ob Regressansprüche möglich sind.“Sven Stratmann, Bürgermeister Friesoythe

„Dadurch ist viel Vertrauen verloren gegangen und ein Imageschaden entstanden“, sagt Stratmann. „Wegen dieser Auseinandersetzungen und der Berichte über den C-Port hat eine Firma, die ein Interesse an einer Ansiedlung hatte, wieder abgesagt.“ Seiner Ansicht nach habe der C-Port durch die letztlich von Ottos Vorstoß zunichte gemachte Ansiedlung Schaden genommen. „Wenn sich dieser Schaden beziffern lässt, muss der C-Port prüfen, ob Regressansprüche gegen Thomas Otto möglich sind.“ Das ändere indes nichts daran, dass man weiterhin versuchen wolle und müsse, zu der früheren partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der Gemeinde Saterland zurückzukehren.

Der wiederum hält die Vorwürfe für „an den Haaren herbeigezogen“. Seiner Ansicht nach sei kein Schaden entstanden, denn das Grundstück könne ja immer noch verkauft werden. „Absagen hat es aus verschiedenen Gründen in der Vergangenheit wohl häufiger gegeben“, sagt er. Mit ihm habe kein potentieller Interessent Kontakt aufgenommen und es sei ihm auch keiner bekannt.

Otto hält Information der Öffentlichkeit weiter für richtig

„In Sachen der geplanten Betriebe bin ich aufgrund der projektierten Größen und Belastungen auch heute noch der festen Überzeugung, dass es richtig und wichtig war, hier kurz vor dem Verkauf an die Öffentlichkeit zu gehen“, sagt Otto. Immerhin habe sich daraufhin auch der C-Port um Transparenz und Aufklärung bemüht.

„Das würde ich mir von anderen Projektierern, natürlich erst nach einer vertraulichen Phase, ab einem gewissen Verfahrensstand auch wünschen“, sagt er. „Wenn ein Unternehmen davor zurückschreckt läuten bei mir persönlich schon einige Alarmglocken.“

Zwar müsse man nicht schon bei der Ansiedlung der dritten Tischlerei oder eines weiteren Metallbaubetriebes ein öffentliches Votum einholen. „Aber bei Unternehmen, die über Jahrzehnte nicht unerheblichen Einfluss auf die Region haben, sollte man das meiner Meinung nach tun dürfen“, so Otto. In solchen Fällen sollte der Bürger der höchste Souverän sein, während die Hauptverwaltungsbeamten sich selbst ein wenig zurücknehmen sollten. Aber da gestehe er seinen Amtskollegen natürlich gerne eine andere Meinung zu.


Einfach erklärt: Darum geht es bei den aktuellen Diskussionen um den c-Port. Die Hintergründe übersichtlich erläutert. 


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