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Neue Sporthalle in Friesoythe lässt weiter auf sich warten

Vor 4 Jahren begannen im Friesoyther Stadtrat die Diskussionen über den Neubau einer Sporthalle. Auch der Landkreis ist mit im Boot, in den vergangenen 12 Monaten ist allerdings kaum etwas passiert.

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Weites Feld: Auf dem ehemaligen Gärtnereigelände hinter dem AMG soll irgendwann einmal eine neue Sporthalle entstehen. Foto: Stix

Weites Feld: Auf dem ehemaligen Gärtnereigelände hinter dem AMG soll irgendwann einmal eine neue Sporthalle entstehen. Foto: Stix

Auf die dringend benötigte neue Sporthalle werden die  Schulen und Vereine in Friesoythe auch 4 Jahre nach dem ersten Ratsbeschluss zu dem Thema noch ziemlich lange warten müssen. Zwar steht mit dem Gelände hinter dem Albertus-Magnus-Gymnasium immerhin der Standort seit 2 Jahren fest, noch aber hat der Landkreis, dem das Areal gehört, mit den Planungen nicht begonnen. Zudem haben sich Stadt und Landkreis bislang nicht darauf verständigt, wie das Finanzierungsmodell aussehen soll.

Rückblick: Bereits im Mai 2018 hatte der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, "die Planungen für eine neue Dreifeld-Sporthalle für den Kernort Friesoythe aufzunehmen". Dabei sollten auch "die Nutzungs- und Finanzierungsmodalitäten mit dem Landkreis Cloppenburg" abgeklärt werden. Nach langem Streit über den richtigen Standort bat der Rat zudem im Juli 2020 den Landkreis, "die bereits von Stadt und Landkreis beschlossene neue Sporthalle in Kreisträgerschaft auf dem Gelände am Albertus-Magnus-Gymnasium zu errichten". Friesoythe, so der Beschluss, werde sich "finanziell beteiligen". Der Landkreis ist mit im Boot, weil neben den städtischen Schulen und Vereinen auch die Schulen in Trägerschaft des Kreises – das AMG, die BBS und die Elisabethschule – Bedarf an einer neuen Halle haben.

Der Kreistag beschloss dementsprechend im März 2021, dass die Finanzierung der Sporthalle zu zwei Dritteln durch den Landkreis und zu einem Drittel durch die Stadt Friesoythe erfolgen soll. Alternativ könne die Finanzierung auch komplett durch den Landkreis erfolgen. In diesem Fall werde für die Nutzung der Sporthalle durch die städtischen Schulen ein noch zu berechnendes Nutzungsentgelt erhoben.

Abstimmung mit der Stadt über Kostenbeteiligung ist Voraussetzung für die Planungen

Sehr viel mehr ist seitdem nicht passiert. Nach Auskunft des Landkreises werde das Grundstück der früheren Gärtnerei Kemper baureif gemacht. Dazu sei insbesondere ein Bodenaustausch erforderlich, sagt Kreissprecher Frank Beumker. Eine konkrete Planung liege derzeit wegen zahlreicher laufender Baumaßnahmen im Schulbereich noch nicht vor, so Beumker weiter: "Voraussetzung ist zudem noch die finale und verbindliche Abstimmung mit der Stadt Friesoythe hinsichtlich der Kostenbeteiligung." Allerdings habe die Stadt Friesoythe dem Landkreis bisher "lediglich eine Einschätzung der Verwaltung und noch keine verbindliche Entscheidung mitgeteilt, welche Variante nach dem Bau der Sporthalle in Anspruch genommen werden soll", sagt der Kreissprecher.

Die Stadtverwaltung favorisiert nach Auskunft der Ersten Stadträtin, Heidrun Hamjediers. eine Finanzierungsbeteiligung über laufende Nutzungsentgelte und will dies dem Rat auch so vorschlagen. "Diese Aussage erfolgt naturgemäß unter dem Vorbehalt, dass die sich dann ergebenden Beteiligungstarife angemessen sind", betont sie.

Mittelplanung durch die Stadt erfolgt erst, wenn die Kosten bekannt sind

Der Landkreis habe darüber hinaus, so Hamjediers, Mitte Februar bei der Stadt angefragt, ob beziehungsweise wie viele Mittel sie im Haushalt für die Halle vorgesehen habe. Eine Antwort darauf blieb die Stadt vorerst schuldig, denn laut Hamjediers konnte eine Mitteleinplanung bislang nicht erfolgen, "weil vom Landkreis noch keine Information herausgegeben wurde, wann mit dem Bau der Sporthalle zu rechnen ist und mit welchem Kostenvolumen kalkuliert wird." Die Stadt, so die naheliegende Schlussfolgerung, wird sich mit dem Thema erst dann verbindlich beschäftigen, wenn der Landkreis sagen kann, wie teuer der Bau und wie hoch demnach das Nutzungsentgelt sein wird. Und dafür dürften zumindest erste Planungen erforderlich sein.

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