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Nabu und CDU gestalten schon im Voraus

Im Baugebiet "Hinterste Flage" am Erlenweg in Neuenkirchen könnte ein Regenrückhaltebecken gebaut werden. Für den Fall haben die Politiker und Naturschützer ein Gestaltungskonzept erarbeitet.

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Hoffen, dass ihre Idee, im Falle eines Regenrückhaltebeckens, auf Zuspruch trifft: Helmut Steinkamp, Brigitta Sprünken, Tobias Lahrmann, Stefan Wehinghaus und Volker Siefke. Foto: E. Wenzel

Hoffen, dass ihre Idee, im Falle eines Regenrückhaltebeckens, auf Zuspruch trifft: Helmut Steinkamp, Brigitta Sprünken, Tobias Lahrmann, Stefan Wehinghaus und Volker Siefke. Foto: E. Wenzel

Vorausschauend planen – das schreiben sich der CDU-Ortsverband und der Naturschutzbund (Nabu), Ortsverein Neuenkirchen-Vörden, auf die Fahnen. Mit Interesse hatten sie die Entwicklungen der Pläne rund um das Baugebiet "Hinterste Flage" am Erlenweg in Neuenkirchen verfolgt. Für den Fall, dass dort ein Regenrückhaltebecken gebaut werden soll – was noch nicht feststeht –, haben sich beide Seiten auf einen Kompromiss geeinigt.

Ginge es allein nach dem Nabu, würde auf der Wiese am Erlenweg kein Regenrückhaltebecken geschaffen werden. "Wir wollen eigentlich, dass die Wiese als Grünland erhalten bleibt", erklärt die Vorsitzende der Neuenkirchener Gruppe, Brigitta Sprünken. Durch Gespräche mit der CDU hätten die beiden Gruppen aber einen Kompromiss finden können. Der Vorschlag wurde bei der Gemeinde in Antragsform eingereicht.

Die Ideen des Konzepts stammten größtenteils vom Nabu, erklärt Tobias Lahrmann, Vorsitzender der CDU Neuenkirchen. Aber: "Die CDU unterstützt das", betont er. So sei zum Einen eine naturnahe Gestaltung geplant. Ein Teil des Regenrückhaltebeckens könnte beispielsweise mit Flachwasserzonen und Uferbewuchs ausgestattet werden. Auch Streuobstwiesen seien vorstellbar. Hier greift auch gleich der nächste Aspekt der gemeinsamen Planung: Das Regenrückhaltebecken soll als Naturerlebnismöglichkeit genutzt werden.

"Wir sollten mehr Natur in die Gemeinde bringen." Brigitta Sprünken, Vorsitzende des Neuenkichener Naturschutzbundes

"In Neuenkirchen ist der Bedarf für Naherholung da", ist dem CDU-Vorsitzenden aufgefallen. Das sieht Brigitta Sprünken ähnlich. "Wir sollten mehr Natur in die Gemeinde bringen." Damit einher gingen mehr Freizeitmöglichkeiten, wie Orte, an denen sich zum Beispiel Jugendliche treffen und Zeit verbringen könnten. Solch ein Ort könnte auch das Regenrückhaltebecken am Erlenweg werden, falls es gebaut wird. "Es wäre schön, wenn Menschen an solche Orte wie hier kommen und dann steht da eine Bank", findet Sprünken.

So könnte das Rückhaltebecken auch für Umweltbildungszwecke genutzt werden. Vorgeschlagen wird in dem Antrag ein Steg, der zugänglich sein sollte für naturpädagogische Gruppenarbeiten. Darüber hinaus bieten sowohl CDU als auch Nabu dabei ihre Hilfe an, einen Naturerlebnispfad anzulegen. Orientierung würden andere Kommunen bieten können, in denen ein solcher Pfad bereits stehe. Auch schwebt beiden Antragstellern vor, den Pfad in Zusammenarbeit mit den Kindergärten und Schulen zu gestalten. Das Vorbild für diese Planungen könnte auch der Habichtshorst bieten, bei dem ähnliche Ideen einen Platz gefunden haben, erklärt Sprünken.

Ziel der Planung ist sinnvolle Gestaltung des Rückhaltebeckens

Das Ziel der Planung am Erlenweg sei es, eine sinnvolle Gestaltung dieses Rückhaltebeckens anzuregen, erklären die beiden Vorsitzenden Lahrmann und Sprünken. So könne vermieden werden, dass ein mögliches Regenrückhaltebecken ungenutzt brach liege. Brigitta Sprünken regt an, dass die aktuellen Ideen auch Vorbildcharakter für andere Regenrückhaltebecken haben könnten. 

Wichtig war CDU und Nabu, schon jetzt mit der Planung zu beginnen. "Das Ziel ist es, schon am Anfang des Prozesses dabei zu sein", erklärt Tobias Lahrmann. So könnten auch die Bürger besser mit einbezogen werden. Der Prozess werde transparenter, meint Lahrmann.

Auch der Politik käme eine ausführliche Planung zugute. So meint Helmut Steinkamp, CDU-Kreistagsabgeordneter und Neuenkirchener Gemeinderatsmitglied, dass bei der Planung darauf geachtet werden müsse, die vorgegebenen Rahmenbedingungen einzuhalten. Er betont: "Natur und Weiterentwicklung schließen sich nicht aus."

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