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Molberger Firma baut in Garrel mehrere Doppelhaushälften an der Immenstraße

Auf einem 6500 Quadratmeter großen Grundstück will die Molberger Firma Hepting Holding GmbH mehrere Doppelhaushälften bauen. Dafür muss jetzt der B-Plan angepasst werden.

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6500 Quadratmeter großes Grundstück: An der Immenstraße in Garrel wird gebaut.   Foto: Hoff

6500 Quadratmeter großes Grundstück: An der Immenstraße in Garrel wird gebaut.   Foto: Hoff

Weil die Firma Hepting Holding GmbH aus Molbergen an der Immenstraße 15 Doppelhaushälften mit jeweils maximal zwei Wohneinheiten und Carports auf einem rund 6500 Quadratmeter großen Grundstück bauen will, muss der Bebauungsplan "Im Fange" angepasst werden. Statt eines Mischgebiets soll es in ein reines Wohngebiet umgewandelt werden. Die Mitglieder des Planungs- und Verkehrsausschusses sprachen sich auf ihrer jüngsten Sitzung einstimmig dafür aus. Die finale Entscheidung trifft der Verwaltungsausschuss.

Hintergrund: In dem Bebauungsplan ist für diesen Bereich ein Mischgebiet festgesetzt. Nach Rücksprache mit der Baugenehmigungsbehörde des Landkreises Cloppenburg wurde  der Firma aus Molbergen mitgeteilt, dass in diesem Fall auch Gewerbeeinheiten realisiert werden müssen. Nach bisheriger Genehmigungspraxis des Landkreises wurden in Mischgebieten auch ausschließlich Wohngebäude zugelassen. Auf Nachfrage wurde eine derartige Genehmigungspraxis jedoch nicht in Aussicht gestellt. Laut Aussage des Investors wäre jedoch bereits jetzt abzusehen, dass eine Gewerbeeinheit in dieser Siedlung einen Leerstand und vergeudeten Raum bedeute. Um dem Wohnungsbedarf in Garrel gerecht zu werden und auch um das Ortsbild nicht mit leerstehenden Gebäuden zu "schmücken", wolle die Firma den Bebauungsplan in ein allgemeines Wohngebiet ändern lassen.

Der Investor stellte daraufhin einen Antrag auf Änderung des Bebauungsplans bei der Gemeinde Garrel. Bei einer Zustimmung hat er die Planungskosten in Höhe von circa 7000 Euro zu tragen. Martin Backhaus (CDU) gab an, dass "wir froh über diesen Bau sein können, er fügt sich sehr gut in das Wohngebiet ein". Zustimmung gab es auch von Matthias Looschen (CDU): "Ich kann dem folgen, das ist die notwendige Konsequenz aus der bisherigen Entwicklung vor Ort."

Landkreis Cloppenburg lässt gewerbliche Entwicklung "Hinterm Esch" nicht zu

Entschieden wurde auch über die Änderung des Flächennutzungsplans "Hinterm Esch". Der Verwaltungsausschuss hatte im Herbst vergangenen Jahres die Aufstellung einer Außenbereichssatzung dort beschlossen. Aktuell ist die Fläche als gewerbliche Baufläche dargestellt. Das Problem: Um die Aufstellung der Außenbereichssatzung zu realisieren, muss die Fläche einer landwirtschaftlichen Nutzung zugewiesen werden. Nach Aussage des Landkreises Cloppenburg lässt sich bedingt durch den bereits vorhandenen hohen Anteil an Wohnnutzung in dem Plangebiet zukünftig keine gewerbliche Nutzung entwickeln.

Bürgermeister Thomas Höffmann erklärte: "Der Landkreis würde ein reines Wohn- oder ein Mischgebiet mittragen. Ein Gewerbegebiet allerdings nicht." Als zukünftige bauleitplanerische Entwicklung solle dort eine gemischte Nutzung angestrebt werden. Allerdings sind aktuell die Geruchsimmissionen aufgrund von nahe gelegener Tierhaltung zu hoch, eine Wohnbebauung sei aber möglich, sagte der Verwaltungschef. Das Gremium empfahl dem Verwaltungsausschuss einstimmig die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans.

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