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Ministerium rechnet damit, dass künftig noch mehr Kriegsbomben gefunden werden

Die Zahl entdeckter Weltkriegsbomben ist in Niedersachsen zuletzt gestiegen. Das zuständige Innenministerium geht davon aus, dass sich der Trend fortsetzen könnte. Das liegt vor allem an einem Grund.

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Symbolfoto: dpa

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Die Zahl gefundener Weltkriegsbomben wird in den kommenden Jahren vermutlich weiter zunehmen. Davon geht das niedersächsische Innenministerium aus. Grund seien viele Bauvorhaben etwa beim Schienennetz, dem Glasfaserausbau und den erneuerbaren Energien.

Im Jahr 2021 gab es trotz Einschränkungen durch die Corona-Pandemie bereits einen Anstieg bei den geborgenen Kampfmitteln. Das geht aus dem Ende September vorgestellten Bericht des Kampfmittelbeseitigungsdienstes hervor. Demnach wurden in dem Jahr rund 156 Tonnen Kampfmittel aus der Zeit der beiden Weltkriege geborgen und entsorgt. In 2020 waren es 111 Tonnen. In etwa 13 Prozent der Einsätze wurden Bomben direkt am Fundort kontrolliert gesprengt.

Viel Weltkriegsmunition sei beim Bau von Windparks in der Nordsee gefunden worden. Üblicherweise wird Munition laut dem Ministerium durch die Auswertung von Kriegsluftbildern oder auch zufällig, etwa bei Neu- oder Umbaumaßnahmen, entdeckt. Funde sollten sofort der Polizei oder Kommune gemeldet werden, hieß es.

"Man kann sagen, dass in Bremen jeden Tag Kampfmittel gefunden werden."Polizei Bremen

Wie viel Munition noch in den Böden liegt, kann das Ministerium nicht sagen. "Für den Bereich der Nord- und Ostsee wird von einer Gesamtbelastung von ca. 1,6 Millionen Tonnen konventioneller Kampfmittel und 5000 Tonnen Kampfstoffmunition ausgegangen", hieß es lediglich. In wie vielen Jahren sämtliche Kampfmittelreste geborgen seien, könne nicht seriös gesagt werden. Der Zweite Weltkrieg endete vor über 77 Jahren.

In Bremen wurden in diesem Jahr bis Ende Oktober rund 340 Bomben und Granaten sowie 350 Kilogramm sonstiger Kampfmittel beseitigt. "Man kann sagen, dass in Bremen jeden Tag Kampfmittel gefunden werden", teilte die Polizei mit. Meist bekomme die Bevölkerung davon nichts mit. Im Jahr 2021 wurden in dem Bundesland 5,5 Tonnen Kampfmittel beseitigt. 21 Blindgänger wurden dabei am Fundort gesprengt. Seit Kriegsende wurden in Bremen mehr als 16.000 Bomben entschärft.

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