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Ministerin Otte-Kinast: Schweinepest-Ausbruch muss als ein Weckruf verstanden werden

Die Schweinehalter in Niedersachsens bereiteten bereits die größtmöglichen Maßnahmen zum Schutz vor. Etwa ein Zaunbau um die Schweineställe sei derzeit aber noch nicht nötig, heißt es.

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Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU). Foto: dpa

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU). Foto: dpa

Niedersachsens Schweinehalter sind nach dem ersten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Land laut Agrarministerin Barbara Otte-Kinast auf größtmöglichen Schutz bedacht. Auch außerhalb der Schutz- und Überwachungszonen rund um den Betrieb in Emsbüren, wo das Virus nachgewiesen wurde, seien "bei allen Landwirten die Alarmglocken angegangen", sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch in Hannover. "In meinen Augen ist dieser Ausbruch, wenn er denn hoffentlich nur in diesem einen Betrieb bleibt, ein Weckruf an alle Betriebe, der noch mal deutlich macht, es kann immer jeden Tag irgendwo bei uns ein Ausbruch entstehen."

Zusätzliche Schutzmaßnahmen wie etwa ein Zaunbau um die Schweineställe seien derzeit aber noch nicht nötig, weil bisher ausschließlich Hausschweine betroffen seien und keine Wildschweine. "Alles andere wird hochgefahren, wenn das erste Wildschwein ASP-positiv gefunden wird", sagte die Ministerin.

Wie das Virus in den Betrieb in Emsbüren gelangen konnte, ist weiter unklar. "Wir haben keine heiße Spur. Es wird alles untersucht", sagte Otte-Kinast. In der Region gebe es kaum Wildschweine, zudem würden alle bei Jagden getöteten Wildschweine auf ASP untersucht. "Da ist die Jägerschaft sehr sensibel, gerade im Herzstück der Schweinehaltung in Deutschland." Auch Futtermittel würden untersucht.

Man habe sich die Entscheidung zur Tötung nicht leicht gemacht

Wie angekündigt sollten noch am Mittwoch auch in einem Betrieb in Freren, das in etwa 20 Kilometern Entfernung zu Emsbüren außerhalb der Schutz- und Überwachungszonen liegt, rund 1800 Schweine getötet werden. Je nach Schwein könne das etwa per Injektion, Stromschlag oder Gasgemisch geschehen, erklärte Michael Kühne, Abteilungsleiter für Tiergesundheit im Agrarministerium. Der Hof in Freren hatte Ferkel vom Ausbruchsbetrieb zur Mast bekommen und wird von der Tierseuchenkasse entschädigt. Das umfasse den Wert der Tiere, die Tötung sowie die Reinigung und Desinfektion, sagte Kühne.

Ministerin Otte-Kinast betonte, man habe sich die Entscheidung zur Tötung nicht leicht gemacht, versuche damit aber, einen weiteren Ausbruch zu verhindern. In der Schutzzone, die sich in einem Drei-Kilometer-Radius um den Betrieb in Emsbüren erstreckt, und der Überwachungszone im Zehn-Kilometer-Radius würden rund 200.000 weitere Schweine gehalten. "Zum Schutz dieser 200.000 Tiere gehen wir jetzt diesen Weg", sagte Otte-Kinast.

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