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Merz bietet Wechsel ins Kabinett an – Merkel plant keine Umbildung

Friedrich Merz will nach seiner Niederlage bei der Wahl des neuen CDU-Parteichefs wieder eine Rolle in der Bundespolitik spielen: als Wirtschaftsminister. Aber so schnell geht das wohl nicht.

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Künftig politische Partner? Friedrich Merz und Armin Laschet. Foto: dpa

Künftig politische Partner? Friedrich Merz und Armin Laschet. Foto: dpa

Friedrich Merz will nach seiner Niederlage gegen Armin Laschet im Ringen um den CDU-Parteivorsitz Teil der Bundesregierung werden. Konkret: Wirtschaftsminister. Das schrieb Merz bei Twitter. Er habe dem neuen Parteivorsitzenden angeboten, ins jetzige Kabinett einzutreten. Aktueller Wirtschaftsminister ist Peter Altmaier (CDU).

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will allerdings an ihrer jetzigen Kabinettsmannschaft festhalten. „Die Bundeskanzlerin plant keine Regierungsumbildung“, sagte ein Regierungssprecher am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Damit reagierte Merkel auf den Vorstoß von Friedrich Merz.

Merz hatte nach seiner Niederlage im Kampf um den Parteivorsitz nicht für das Präsidium der CDU kandidiert. Die CDU könne nicht nur von Männern aus NRW geführt werden, hieß es auf seinem Twitter-Account. Ins Präsidium wären bei seiner Bewerbung noch weniger Frauen gewählt worden. Er habe sich deshalb entschlossen, zugunsten der Frauen auf eine Kandidatur zu verzichten. Weiter hieß es dann, er habe aber dem neuen Parteivorsitzenden Laschet angeboten, in die jetzige Bundesregierung einzutreten und das Bundeswirtschaftsministerium zu übernehmen.

Laschet war in der Stichwahl deutlich überlegen

Merz war Laschet im Kampf um den CDU-Vorsitz am Vormittag in einer Stichwahl knapp unterlegen. Auf Laschet entfielen bei dem digitalen Parteitag 521 der abgegebenen 991 Delegiertenstimmen, auf Merz 466.

Für Merz als neuen Parteichef hatte sich etwa der CDU-Wirtschaftsflügel stark gemacht. Merz war früher Unionsfraktionschef. 2002 verdrängte ihn die spätere Kanzlerin Angela Merkel vom Amt des Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, das er zwei Jahre vorher von Wolfgang Schäuble übernommen hatte.

Bei der Bundestagswahl 2009 kandidierte Merz nicht mehr, kümmerte sich stattdessen um seine Anwaltskanzlei und ging in die Wirtschaft, etwa zum amerikanischen Vermögensverwalter Blackrock, wo er Aufsichtsratschef für Deutschland wurde.

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