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Menschlich und konsequent

Thema: Das Flüchtlingslager Moria brennt - Die EU muss  jetzt Menschlichkeit zeigen und zugleich ihre Flüchtlingspolitik grundlegend reformieren.

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Moria brennt. Vom Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos ist nicht mehr viel übrig geblieben. Der Brand sollte die Europäische Union nun zu dem veranlassen, was seit Jahren dringend geboten ist: Moria muss geräumt, seine knapp 13.000 "Bewohner" müssen in würdige Unterkünfte in den EU-Staaten verteilt werden. Seit Jahren ist Moria ein Schandfleck auf der Weste der EU. Die Zustände dort: Medienberichten zufolge unhaltbar. Das einzige Gesetz, das gilt, ist das Recht des Stärkeren. Das muss enden, sofort.

Zugleich muss die EU aufpassen, dass die Aufnahme der Menschen nicht die Botschaft aussendet, Europas Türen stünden weit auf für unkontrollierte Einwanderung. Das wäre Wasser auf das menschenverachtende und zynische Geschäft der Schlepper.

Denn seit Jahren ist das Grunddilemma der europäischen Flüchtlingspolitik: Die Rettung von Schiffbrüchigen ist moralisch geboten; zugleich befördert die EU damit unfreiwillig das Geschäft der Schlepper. Es ist deshalb an der Zeit, alles auf links zu drehen und Einwanderungswünsche und Asylanträge fortan in sicheren Zentren in Afrika und Asien zu überprüfen. Dort müssen die europäischen Staaten selbst dafür sorgen, dass Menschen würdig behandelt werden. Das darf keinesfalls irgendwelchen Milizen überlassen werden. Dann aber muss gelten: Wer einwandern darf oder Asyl erhält, darf kommen - und alle anderen nicht.

Menschlichkeit und Konsequenz - nur dieser, für viele Menschen schwer zu akzeptierende Kompromiss kann die Antwort auf die Lage in Moria sein.

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