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Mehrheit der Niedersachsen ist für die Begrenzung der Zahl der Wölfe

Der Landesbauernverband hat eine Umfrage in Auftrag gegeben und jetzt die Ergebnisse vorgestellt: 70 Prozent der Befragten hält eine kontrollierte Population für notwendig.

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Symbolfoto: dpa

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Eine Mehrheit von 70 Prozent der Niedersachsen ist nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Landesbauernverbandes für eine Begrenzung der Zahl der Wölfe. Laut der Studie, die der Bauernverband am Montag in Hannover an Umweltminister Olaf Lies (SPD) überreichte, finden die Menschen in Niedersachsen die Rückkehr der Wölfe überwiegend gut (67 Prozent), aber eine deutliche Mehrheit von 72 Prozent sieht auch die Probleme für Weidetierhaltung und Menschen. 70 Prozent sind für eine Bestandskontrolle der Wolfspopulation und 83 Prozent sind für das Fernhalten von Wölfen aus Landschaften, die nicht sicher eingezäunt werden können, wie etwa Deiche.

Die Diskussion wird kontrovers und emotional geführt

«Uns haben die Ergebnisse und die darin deutlich erkennbare Unterstützung einiger unserer Forderungen, zum Beispiel nach einem Bestandsmanagement oder nach wolfsfreien Gebieten, schon überrascht», sagte Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers. Umweltminister Lies werde das Stimmungsbild der öffentlichen Meinung hoffentlich Rückenwind geben, um die nächsten notwendigen Schritte zu einem aktiven Wolfsmanagement zu gehen. Bislang habe es keine greif- und belegbaren Daten zur öffentlichen Meinung zum Umgang mit Wölfen gegeben. Die Diskussionen seien sehr kontrovers und vor allem emotional zwischen Wolfbefürwortern und Naturschützern auf der einen und Tierhaltern auf der anderen Seite geführt worden.

Ein Großteil der Befragten (65 Prozent) geht davon aus, dass die Zahl der Wölfe in Niedersachsen aktuell steigt, so dass bei der Frage, ob der Wolf in Deutschland vom Aussterben bedroht ist, dies zu 51 Prozent verneint wird. Annähernd drei Viertel (72 Prozent) sehen, dass der Wolf eine große Gefahr für Nutztiere darstellt. Andere potenzielle Gefahren, wie denen gegenüber Menschen, Tourismus oder Artenvielfalt, werden allerdings nicht gesehen.

Lies: "Extreme Zuspitzungen" in der öffentlichen Febatte 

«Die Ergebnisse auch dieser Studie zeigen klar: Die Menschen in Niedersachsen stehen der Rückkehr des Wolfes überwiegend offen gegenüber», sagte Umweltminister Lies bei der Übergabe der Studie. Der Wolf solle seinen Platz in der Natur haben. «Es wird aber gleichzeitig auch deutlich, dass die klare Mehrheit dem Wolf da Grenzen aufzeigen will, wo vermehrt Weidetiere gerissen werden oder sich Wölfe zu nah an Ortschaften aufhalten.» Nur 23 Prozent sprächen sich für eine unbegrenzte Vermehrung aus. «Das zeigt: die Menschen in Niedersachsen sehen das Thema Wolf wesentlich differenzierter, als es in den teilweise extremen Zuspitzungen in der öffentlichen Debatte den Eindruck macht.»

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