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Mehr Unterstützung nötig

Thema: Lockdown und Homeschooling – Der Unterricht zu Hause kann für Kinder eine Chance sein. Aber viele Schüler werden im Lockdown ins Abseits katapultiert. Zu viel hängt von den Eltern ab.

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Nein, sie selbst hat keine Kinder. Das räumte Bundeskanzlerin Angela Merkel ein, als sie sich jetzt im Rahmen ihrer Talkreihe mit Eltern zum Thema Corona austauschte. Es ist gut, dass der Kanzlerin bei der Videokonferenz nicht geschöntes Leben, sondern ein Einblick in manch bittere Corona-Realität von Familien geboten wurde. Denn eines ist sicher: Manche Familie kriecht in Zeiten von Lockdown, Kurzarbeit und Homeschooling ganz schön auf dem Zahnfleisch – auch in Südoldenburg.

Es ist für Eltern nicht einfach, als Hilfslehrer zwischen den Kindern hin- und herzuspringen und den Erwartungshaltungen aller Beteiligten gerecht zu werden. Jede Schule hat andere Server und Apps im Einsatz. Jeder Lehrer geht mit der Technik anders um. Und manches Mal bricht die Live-Übertragung im Kinderzimmer zusammen, weil Papa eine Etage tiefer Homeoffice betreibt.

Am schlimmsten sind aber die Schüler dran, um die sich Eltern nicht kümmern können. Homeschooling, so ist zumindest meine Erfahrung, funktioniert dann am besten, wenn sich ein Elternteil dahinterklemmen kann. Entscheidend ist daher, dass noch mehr getan werden muss, um sicherzustellen, dass Kinder nicht den Anschluss verlieren. Denn Homeschooling kann Schüler selbstständiger machen, es kann sie aber auch ins Abseits katapultieren. Dieser Gefahr muss noch mehr begegnet werden. Es sind nicht nur manche Migrantenkinder, die sich im Moment hilflos fühlen und Unterstützung benötigen. Merkel sagte, der Austausch gehe nicht spurlos an ihr vorbei. Zu hoffen ist, dass Taten folgen.

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