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Mehr als nur ein Stimmungstest

Thema: Landtagswahlen im Saarland – Der CDU droht eine Niederlage. Für die Christdemokraten und ihren neuen Vorsitzenden kann es aber noch weit schlimmer kommen.

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Ja, es gibt neben Ukraine-Krieg, Corona-Pandemie und Klimakrise tatsächlich noch weitere nicht unwichtige Themen. Man muss jedoch im Wald der omnipräsenten Benzinpreise, Inzidenzen und des fossilen Energie-Irrwitzes mit der Lupe danach suchen. Wer das tut, landet an diesem Wochenende unvermeidbar im Saarland. Dort wird am 27. März ein neuer Landtag gewählt. Zwar zählt die relativ kleine Region mit weniger als eine Million Einwohnern nicht gerade zu den Schwergewichten unter den deutschen Bundesländern. Dennoch hat diese Wahl eine große Bedeutung.

Sie ist sowohl der erste echte Stimmungstest für die neue Bundesregierung als auch für den neuen CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz.

Geht auch NRW verloren, wird es ungemütlich

Und das Ergebnis dieses Stimmungstests dürfte – wenn die Meinungsforschungsinstitute nicht komplett daneben liegen – eindeutig ausfallen. Demnach wollen die Saarländerinnen und Saarländer künftig von einer Ministerpräsidentin regiert werden. Oppositionsführerin Anke Rehlinger und ihre SPD liegen in allen Umfragen deutlich (37 bis 41 Prozent) vor der CDU und Amtsinhaber Tobias Hans (28 bis 31 Prozent). Käme es so, würde die gesamte SPD bis hin zu Bundeskanzler Olaf Scholz dieses Ergebnis als Erfolg für sich reklamieren. Für die neue Lichtgestalt am christdemokratischen Firmament (Merz) würde es dagegen etwas dunkler werden.

Es könnte aber noch schlimmer kommen. Denn: Anschließend folgen binnen einer Woche im Mai die Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Während im hohen Norden kaum ein Weg vorbei führt am beliebten CDU-Landesvater Daniel Günther, entwickelt sich NRW zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen, das letztlich von starken Grünen entschieden werden könnte. Ginge auch das bevölkerungsreichste Bundesland verloren, dürfte es wirklich ungemütlich werden für Merz. Auch deswegen ist die Saarland-Wahl möglicherweise mehr als nur ein Stimmungstest.

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