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Massive Kritik an Verfahren zur Atommüll-Endlagersuche

Ab 2050 sollen Atommüll-Behälter unterirdisch eingelagert werden. Eine Endlagersuche soll einen Standort ermitteln. Doch um das Beteiligungsverfahren gibt es Streit.

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Symbolfoto: dpa

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Umweltverbände haben massive Kritik am Verfahren zur Atommüll-Endlagersuche geäußert. Eine breite gesellschaftliche Beteiligung sei aus Sicht des BUND vorerst gescheitert, erklärte dessen Geschäftsführerin Antje von Broock. Aus Protest gegen die mangelnde Beteiligung durch die zuständige Bundesbehörde nähmen BUND-Ehrenamtliche an der dritten und letzten "Fachkonferenz" an diesem Freitag und Samstag nicht mehr teil.

Der Verein "ausgestrahlt" sprach von einer Farce. Die Fachkonferenz sei gescheitert. Bereits im Vorfeld der Konferenzen hätten zahlreiche Akteure davor gewarnt, auf – pandemiebedingt – Online-Veranstaltungen zu setzen, und stattdessen vorgeschlagen, zu warten. Dies sei aber von der Regierung und Behörden verneint worden.

2031 soll der am besten geeignete Standort gefunden sein

Hintergrund ist die Suche nach einem Endlager für hoch radioaktive Abfälle aus Atomkraftwerken. Es soll unterirdisch in Salz, Ton oder Kristallin, also vor allem Granit, entstehen. 2031 soll der am besten geeignete Standort gefunden sein, der Bundestag entscheidet darüber. Ab 2050 sollen Behälter mit strahlendem Abfall unterirdisch eingelagert werden.

Die mit der Suche beauftragte Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hatte im vergangenen September einen Zwischenbericht vorgelegt. Demnach sind 54 Prozent der Fläche Deutschlands für ein atomares Endlager grundsätzlich geologisch geeignet, sie werden als Teilgebiete bezeichnet.

Im Anschluss fanden bisher zwei gesetzlich vorgeschriebene Beteiligungsformate statt, als "Fachkonferenz Teilgebiete". Diese richtet sich an Bürger, Kommunen, gesellschaftliche Organisationen und Wissenschaftler. Die Fachkonferenz übermittelt ihre Ergebnisse an die BGE, die diese zu berücksichtigen hat.

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