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Management verbessern

Thema: Der Wolf kommt ins Jagdrecht - Der Vorstoß der Koalition ist richtig. Die geplante Gesetzesänderung sollte jedoch keine falschen Erwartungen wecken.

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Wölfe werden zu einer immer größeren Herausforderung – für Nutztierhalter und fürs Land. Erstere beklagen zunehmend mehr Nutztierrisse. Und Niedersachsen zeigte zuletzt, dass es weder Problemwölfe erlegen noch andere Tiere mit Sendehalsbänder ausstatten kann – ein absolutes Armutszeugnis.

Bei der Jagd von Problemwölfen gab es bisher vor allem rechtliche Hürden, der Übeltäter musste zweifelsfrei vor dem Schuss identifiziert werden – bei Nacht und Nebel ein Ding der Unmöglichkeit. Die neue Wolfsverordnung, die maßgeblich von Umweltminister Olaf Lies (SPD) angeschoben wurde, will erreichen, dass Problemwölfe unkomplizierter zum Abschuss freigegeben werden können. Das ist gut so. Denn bisher war für jeden Einzelfall eine individuell zugeschnittene Ausnahmegenehmigung nötig.

Künftig ist dies mit einem vereinfachten Standard-Verfahren möglich – ein wichtiger Schritt. Denn, wenn ein Wolf wiederholt Grenzen definierten Herdenschutzes überwindet, kann so schneller gehandelt werden.

Dass Canis Lupus jetzt auch ins Jagdrecht aufgenommen wird, sollte jedoch keine falschen Erwartungen wecken. Das Tier steht weiter unter strengem Schutz. Sollte aber künftig eine Untergrenze für die Wolfspopulation im Land festgesetzt werden, wäre Niedersachsen bereits für eine Bestandsregulierung vorbereitet – das ist richtungsweisend. Mit der Wolfsverordnung zeigt das Land, dass es auch zum Handeln bereit ist. Jetzt gilt es, endlich auch das Management zu verbessern.

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