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Machen drei Warnstreifen eine unübersichtliche Kreuzung jetzt sicherer?

Die Gemeinde Holdorf hat Markierungen am Osterort aufgebracht und sieht schon erste Erfolge. Der Holdorfer Wilhelm Luft zweifelt indes an der Wirkung – und benennt ein weiteres Problem.

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Eigentlich nicht zu übersehen: Die drei neuen Warnstreifen vor der Kreuzung Osterort/Im Kleinen Esch. Foto: Vollmer

Eigentlich nicht zu übersehen: Die drei neuen Warnstreifen vor der Kreuzung Osterort/Im Kleinen Esch. Foto: Vollmer

Drei Warnstreifen sollen die unübersichtliche Kreuzung Im kleinen Esch/Osterort in Holdorf fürs Erste etwas sicherer machen. Die Gemeinde Holdorf hat damit auf die Diskussion und Empfehlung in der jüngsten Sitzung des Infrastrukturausschusses reagiert. Wie Bauamtsleiterin Anita Bothe mitteilte, werde diese Maßnahme bereits jetzt von vielen Teilnehmern wahrgenommen und erzeuge schon eine positive Wirkung.

An dem Einmündungsbereich gibt es zwei Probleme. Erstens: Kommen sich zwei Fahrzeuge an der Einengung Richtung Osterort entgegen, wird es eng, sehr eng. Denn die Fahrbahn ist einspurig. Einer der beiden Verkehrsteilnehmer müsste dann zwangsläufig rückwärtsfahren, um Platz zu schaffen.

Problem Nummer zwei: Die Sicht in den Kreuzungsbereich ist wegen des dort bebauten Grundstücks schlecht. Wer aus der Straße Im kleinen Esch in den Osterort einbiegen möchte, sieht Verkehrsteilnehmer erst, wenn er an der Straße hält.

Eng und unübersichtlich: Die Kreuzung Im kleinen Esch  Osterort. Foto: BöckmannEng und unübersichtlich: Die Kreuzung Im kleinen Esch / Osterort. Foto: Böckmann

Gleichzeitig lädt der Osterort aus Richtung Sportzentrum und Kreisel kommend wegen seiner langen, geraden Straßenführung vermutlich manchen Autofahrer dazu ein, schneller als die erlaubten 50 Stundenkilometer zu fahren. Die Warnstreifen sollen nun für mehr Aufmerksamkeit vor der Kreuzung sorgen.

Der Holdorfer Wilhelm Luft hält den derzeitigen Ist-Zustand an der Kreuzung für unzumutbar. Er moniert: Bei der Gemeindeverwaltung wurde diese Gefahrenstelle mehrmals thematisiert, auch öffentlich bei der Einwohnerversammlung 2018. Aber auch 4 Jahre später sei die Gefahrenstelle unverändert geblieben. Die drei Warnstreifen würden an dem Einmündungsbereich nicht helfen.

Für den Holdorfer gibt es außerdem noch ein drittes Problem, das in der Sitzung des Infrastrukturausschusses gar nicht thematisiert wurde: die fehlende Beleuchtung im Einmündungsbereich. "Alle und alles, was sich in diesem unbeleuchteten Bereich befindet, ist einer hohen Gefahr ausgesetzt." Und: Dieser Weg sei seit der Bebauung des Baugebiets "Lagerweg III" schließlich auch der Schul- und Kindergartenweg.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug kann die Kritik von Wilhelm Luft nur bedingt teilen. Dass die Beleuchtung fehle, sei natürlich nicht optimal, laut der Verkehrskommission des Landkreises Vechta aber zulässig. Und Bürgermeister Krug betonte auch: Die Straße Im Kleinen Esch sei nicht die einzige Möglichkeit, um zu den Schulen oder der Kita St. Elisabeth zu gelangen. Dafür gebe es schließlich auch den Verbindungsweg zwischen den Wohngebieten Lagerweg III und Lagerweg II, um dann über den Lagerweg zu den Bildungseinrichtungen zu gehen respektive zu fahren.

Wie laufen die Gespräche mit dem Grundstückseigentümer?

Dennoch möchte die Gemeinde auch mittelfristig handeln. Alles hängt davon ab, wie die Gespräche mit dem Grundstückseigentümer verlaufen. Sprich: Ob er einen Teil der Fläche verkaufen möchte, damit die Gemeinde die Kreuzung umbauen kann.

Vorschlag zwei des Bürgermeisters: Sollten Gemeinde und Grundstückseigentümer nicht auf einen Nenner kommen, soll die Kreuzung auch bei den Planungen für den Bürgerpark auf der Wiese am Osterort/Ostring mit einfließen. Die Verkehrsführung soll dann laut Krug zumindest so verändert werden, dass der Osterort keine gerade Durchgangsstraße mehr ist.

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