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Lupenreine Selbstdemontage

Thema: Die Union will Gerhard Schröder die Altkanzler-Versorgung fast komplett streichen – das ist höchste Zeit. Man wünscht sich nur, die Sozialdemokraten wären mit dem Vorschlag schneller gewesen.

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Dass die Union Altkanzler Gerhard Schröder die staatlichen Mittel nahezu komplett streichen will, ist gerechtfertigt. Allerdings wünscht man sich auch, dass dieser Vorstoß von den Sozialdemokraten schneller gekommen wäre.

Das Bild, das der ehemalige SPD-Regierungschef abgibt, ist das Ergebnis einer Selbstdemontage. Vor 10 Jahren nannte Schröder Putin einen "lupenreinen Demokraten". Einen öffentlich spürbaren Sinneswandel hat Schröder immer noch nicht vollzogen. Er ist zu einer Last in der deutschen Politik geworden.

Schröder hat sich selbst seine Amtszeit regelrecht vergoldet, indem er in die Russlandgeschäfte eingestiegen ist – protegiert von Wladimir Putin. Diese Entscheidung stand und steht nicht für das, wofür dieses Land steht. Im Gegenteil; sie schadet uns.

Muss der Steuerzahler einen Ex-Kanzler auf Lebenszeit finanzieren?

Muss der Steuerzahler einem ausgeschiedenen Kanzler oder Präsidenten quasi auf Lebenszeit Büro und Mitarbeiterstab finanzieren? Diese Frage lässt sich in Schröders Fall mit einem umso lauteren Nein beantworten, seitdem Schröder zu einem sinnfreien Vermittlungsgespräch in den Kreml reiste und ein äußerst peinliches Interview mit der New York Times führte. Schröder hat Putins Schuss einfach nicht gehört und bekommt gleichzeitig einen üppigen Bonus aus der Staatskasse – im letzten Jahr immerhin über 400.000 Euro.

Kein einziger Kanzler musste nach dem Ausscheiden aus dem Amt am Hungertuch nagen. Ganz besonders kein Gerhard Schröder. Zu sehr überwiegt sein eigenes wirtschaftliches Interesse, als dass es staatlicher Gelder bedarf. Mittlerweile schämt man sich, ihn damals überhaupt ins Kanzleramt gewählt zu haben.

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