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Löninger Hallenbad ist wieder geöffnet

Mit dem Einstellen von Planungskosten in den  Haushalt 2022 für ein in 4 bis 5 Jahren anvisierten Neubau  reagieren die Verantwortlichen auf das nach Expertenmeinung erreichte Ende der Lebensdauer.

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Das  Hallenbad ist nach dem Nachrüsten in den Katakomben durch Holzstempel und Stahlträger wieder geöffnet. Bürgermeister Burkhard Sibbel (links) und Bäderleiter Ludger Mathlage besprechen letzte Einzelheiten. Foto: Siemer

Das  Hallenbad ist nach dem Nachrüsten in den Katakomben durch Holzstempel und Stahlträger wieder geöffnet. Bürgermeister Burkhard Sibbel (links) und Bäderleiter Ludger Mathlage besprechen letzte Einzelheiten. Foto: Siemer

Nach gut zwei Monaten ohne Nutzung durch die Schulen und Besucher ist das Löninger Hallenbad seit dieser Woche wieder für den öffentlichen Schwimmbetrieb geöffnet. Nach Angaben von Bäderleiter Ludger Mathlage gelten die aktuellen Corona-Regeln, das heißt 2G-Plus und zusätzliche vorherige Anmeldung über die Homepage der Stadt. Auf einer Pressekonferenz im Rathaus informierten Bürgermeister Burkhard Sibbel, Hochbau-Fachbereichsleiter Andreas Brundiers und der Verantwortliche für Bauverwaltung, Dieter Hegger, über den aktuellen Stand und die mittelfristigen Überlegungen.

Das Bad war durch im November festgestellte über dem Toleranzwert liegende Risse im Stahlbeton unter dem Hubboden überraschend in den Fokus von Verwaltung und Rat geraten. Die vorletzte routinemäßige Überprüfung hatte im Mai vergangenen Jahres noch keine Auffälligkeiten zutage gefördert. Daher war von einer mindestens mittelfristigen Lebensdauer ausgegangen worden, was angesichts mehrerer kostenträchtiger Projekte von der großen Mehrheit im Rat begrüßt worden war.

Monatliches Monitoring als Reaktion auf Risse

Die Zukunftsaussicht und die Situation haben sich inzwischen durch die entdeckten Risse grundlegend geändert. Zwar ist die von den Vorschriften festgelegte Sicherheit durch die massiven Holzstempel und zusätzliche Stahlträger nach der Abnahme durch den Statiker wieder gegeben. Der erste Schritt für den gewünschten rechtssicheren weiteren Badbetrieb in den kommenden Jahren ist nach Angaben von Brundiers das Verkürzen der Überprüfungsintervalle. Es werde unter anderem ein monatliches Monitoring geben und es seien an wichtigen Stellen sogenannte Gips-Marken gesetzt worden, deren Riss Bewegung anzeige, erläuterte der Diplom-Ingenieur. Nach seiner Aussage ist die Nutzungsdauer des Stahlbetons in den Unterkonstruktionen, und damit der Lebenszyklus des Bades, langsam erreicht.

Für den nach Auffassung der Verantwortlichen notwendigen Bad-Neubau gibt es drei Möglichkeiten: am alten Standort (Foto), auf der Tartanbahn oder an der Linderner Straße.  Foto: SiemerFür den nach Auffassung der Verantwortlichen notwendigen Bad-Neubau gibt es drei Möglichkeiten: am alten Standort (Foto), auf der Tartanbahn oder an der Linderner Straße.  Foto: Siemer

Die Ursache, die Bewehrungskorrosion im Stahl, sei ein normaler Prozess, so Brundiers. Konsens ist nach Beratungen mit den Fraktionsvorsitzenden im Rat, dass gehandelt werden müsse, erläutert Sibbel. Er gehe von vier bis fünf Jahren aus, in denen zum einen die Neubau-Planungen erstellt werden und zum anderen nach Fördermöglichkeiten gesucht werden soll. Im aktuellen Haushalt sind bereits Mittel für die Planung vorgesehen. „Es muss ein Bad sein, das wir uns leisten können“, betonte Sibbel.

Drei Standortmöglichkeiten werden diskutiert

Daher komme ein Spaß- und Freizeitbad nicht infrage, sondern der Neubau mit Boden und Wand aus Stahl oder Polyester sollte sich am bisherigen bewährten Angebot orientieren, so Sibbel. Auch die Standortfrage im Schulzentrum als Grundvoraussetzung müsse noch geklärt werden. Zum einen sei ein Neubau am bisherigen Platz denkbar, was allerdings in der langen Bauphase den kompletten Ausfall dieses Angebots mit sich bringe. Weitere Möglichkeiten seien auf der anderen Seite der Linderner Straße oder auf der anderen Seite an der Ringstraße das derzeitige Tartan-Sportfeld. Gegen die Linderner Straße spricht allerdings nach Sibbels Aussage das Problem der Straßenquerung für die Schüler aus dem Schulzentrum.

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