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Löninger Grüne und Linke wollen Klimaschutz-Manager

Ein hauptamtlicher Experte soll das Reduzieren von Treibhaus-Emissionen voranbringen. Unter anderem sollen dafür Fördermittel beantragt werden.

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Im Löninger Rathaus soll laut Grünen und Linken eine Stelle für den Klimaschutz geschaffen werden. 

Im Löninger Rathaus soll laut Grünen und Linken eine Stelle für den Klimaschutz geschaffen werden. 

Eine Initiative zur gezielten Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen auf lokaler Ebene hat die Gruppe Grüne/Linke im Löninger Stadtrat gestartet.

Die dreiköpfige Gruppe beantragt in einem Schreiben an Bürgermeister Marcus Willen, eine Stelle für einen Klimaschutz-Manager in der Stadtverwaltung zu schaffen und diese Stelle mit einer die Qualifikationen erfüllenden Frau oder einem Mann zu besetzen.

Gleichzeitig soll die Verwaltung beauftragt werden, die Fördermittel für eine solche Stelle zu beantragen. Nach der geltenden Richtlinie zur Förderung von Klimaschutz-Projekten im kommunalen Umfeld werde eine solche Stelle mit der Hälfte der Kosten über drei Jahre gefördert, schreiben Egbert Schäpker, Lisa Kramer und Tom Dobrowolski in ihrem Antrag

Klimaschutzkonzept soll aktualisiert werden

Voraussetzung sei, dass der Antrag bis zum 31. Dezember dieses Jahres gestellt werde und gleichzeitig das bestehende integrierte Klimaschutzkonzept (IKSK) der Stadt aus dem Jahre 2013 aktualisiert wird.

Klimaschutz sei eine langfristige kommunale Aufgabe, betont Tom Dobrowolksi (Die Linke). Effektive Anstrengungen in diesem Bereich könnten nur gelingen, wenn die vor Ort vorhandenen Kräfte auch gebündelt werden. Genau hier, an dieser Schnittstelle, setze das Klimaschutz-Management an.

Aufgaben seien unter anderem das Werben und das Darstellen der Aktivitäten in diesem Bereich, das Steuern und Koordinieren des Konzepts und der Schutzziele sowie das Vernetzen der lokalen Klimaschutz-Akteure zum Fördern des Informations- und Erfahrungsaustauschs. Auch die Kontrolle, ob die angestrebten Ziele erreicht werden und damit verbunden das Verbessern der Abläufe und Instrumente.

Das Einbinden der Stadt in größere Netzwerke zum Erfahrungsaustausch mit anderen in diesem Bereich tätigen Experten, Organisationen und überregionalen Energienetzwerken sei eine weitere wichtige Aufgabe, betont Lisa Kramer.

Koordinieren und Organisieren von Aktionen

Ziele seien das Verankern von Klimaschutz in der Verwaltung, die Koordination und Organisation der Aktivitäten vor Ort und die Akzeptanz der Maßnahmen, um deutlich stärker sinkende Treibhaus-Emmissionen auf breiter Front sowohl der öffentlichen Hand, der privaten Haushalte und der Unternehmen zu erreichen.

Der Rat habe bereits vor acht Jahren das IKSK als Orientierungs-Leitfaden für eine nachhaltige Stadtentwicklung beschlossen, so die Gruppe. Darin habe es bereits eine Empfehlung auf Einstellung gegeben, leider habe der damalige Rat das nicht umgesetzt, bedauert Schäpker.

Das Konzept sei auch aus heutiger Sicht eine solide politische Grundlage für einen langfristig angelegten Klimaschutz in Löningen. Es fasse einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren ins Auge und zeige vor allem, welche technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten es gebe, die Treibhaus-Emmissionen zu reduzieren.

Als Ziele hatte die Stadt vor acht Jahren formuliert, den Energieverbrauch und damit die CO2-Belastung langfristig zu reduzieren, die fossilen Energieressourcen zu schonen sowie die Energie-Effizienz deutlich zu erhöhen.

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