Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Löninger Graepel AG stellt ihre Expansionspläne vor

Auf einer 7 Hektar großen Fläche an der Hamstruper Straße will die Firma bis 2025 ein Logistikzentrum und eine neue Oberflächentechnik bauen. So kann auch die Produktion in Böen ausgebaut werden.

Artikel teilen:
Unter Dach und Fach: Die Vorstände Carlo (rechts) und Felix Graepel (2. von links) mit Bürgermeister Marcus Willen und dem Ersten Stadtrat Thomas Willen (links) stehen auf der Fläche, die demnächst bebaut werden soll. Foto: Willi Siemer

Unter Dach und Fach: Die Vorstände Carlo (rechts) und Felix Graepel (2. von links) mit Bürgermeister Marcus Willen und dem Ersten Stadtrat Thomas Willen (links) stehen auf der Fläche, die demnächst bebaut werden soll. Foto: Willi Siemer

Zufriedene Gesichter gab es am Mittwochabend bei den beiden Vorständen der Graepel AG, Felix und Carlo Graepel, und auch bei Löningens Bürgermeister Marcus Willen. Die Löninger Lochblechspezialisten haben den Kaufvertrag mit der Stadt über eine  7 Hektar große Fläche im Industriegebiet an der Hamstruper Straße unterschrieben. "Damit sind die Würfel endgültig für Löningen gefallen und wir können unsere Expansions- und Ausbaupläne dort und auch endlich im Stammwerk in Böen verwirklichen", erklärten die beiden Brüder. Wobei: Es habe auch Verhandlungen mit anderen Kommunen gegeben, betonten beide.

Graepel-Entscheidung wichtiger Erfolg für die Stadt

Diese Entscheidung sei ein wichtiger Erfolg für die Stadt, freute sich Bürgermeister Marcus Willen. Damit sei die Zukunft eines Betriebes gesichert, der einer der größten und wichtigsten Löninger Arbeitgeber sei.

Die zusammenhängende Fläche liegt im hinteren Teil des Geländes schräg gegenüber von Bröring und hat direkten Zugang zur Bahnlinie. Damit sind bis auf kleinere Flächen alle Grundstücke in dem 14 Hektar großen Industrie- und Gewerbegebiet bereits verkauft oder es gebe klare Interessensbekundungen, so der Bürgermeister. Er habe bereits viele Gespräche geführt. Manche Ansiedlungswünsche ließen sich nicht erfüllen. Ein Beispiel: Laut Willen habe sich ein Unternehmen gemeldet, das im wahrsten Wortsinn viel Staub aufwirble. Das wiederum sei für andere Betriebe ein Problem. Daher habe man sich nicht einig werden können.

Logistik-Umzug ermöglicht Produktionssteigerung in Böen

Bis 2025 will die Graepel AG, die 2020 nach eigenen Angaben 116 Millionen Euro umsetzte und 800 Beschäftigte in der Gruppe hat, zunächst ein bisher am Standort in Böen untergebrachtes neues Logistikzentrum mit einem automatisierten Lagerungssystem bauen. Die Hamstruper Straße wird ebenfalls Standort  für eine neue deutlich größere Oberflächentechnik, die bisher im Löninger Ortsteil Borkhorn in einem gemieteten Teilkomplex auf dem früheren Weyhausen Gelände untergebracht ist.

Mit der Konzentration des Versands besteht laut Graeple auch die Möglichkeit zur Expansion der Produktion in Böen, die räumlich wegen der Vorschriften des Bundesimmissions-Schutzgesetzes dort nicht mehr möglich sei. "Denn in der bisher für die Logistik genutzten Halle kann dann endlich – wie einmal vorgesehen – produziert werden", so Carlo Graepel. Es würden bereits Gespräche über den Kauf einer neuen Presse geführt. Zu den wichtigsten Nebeneffekten dieser Planungen gehöre das Reduzieren des Werksverkehrs in Böen, da der Lkw-Verkehr durch den nur noch einmaligen Transport nur der Böener Produkte an die Hamstruper Straße zur Weiterverarbeitung und zum Versand drastisch reduziert werde, so Carlo Graepel.

"Weniger Lärm und weniger Verkehr für die Böener"

"Weniger Lärm und weniger Verkehr für die Böener: Das ist doch auch ein veritables kommunales Interesse", freute sich Willen. Die beiden Vorstände gehen davon aus, dass mittelfristig durch die Planungen an den beiden Standorten neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Jetzt eine Größenordnung zu benennen, sei aber nicht möglich. Auch über die Höhe der Investitionen ließen sich noch keine verlässlichen Angaben machen, hieß es. 

2013 hatte Graepel mit einer gebraucht gekauften KTL- und Pulverbeschichtungsanlage in Borkhorn mit der Oberflächenbehandlung begonnen. Zunächst im Fokus standen die eigenen Produkte, später auch die von Fremdfirmen. Wegen des gewachsenen Bedarfs und der inzwischen erreichten Kapazitätsgrenze werde an der Hamstruper Straße eine neue, größere Anlage benötigt, so die Vorstände. Für die alte Anlage gebe es Überlegungen, sie für das neue Lochblechwerk in Indien zu verwenden.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung 

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Löninger Graepel AG stellt ihre Expansionspläne vor - OM online