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Löninger Ausschuss will Gutachten für Gartenschau

Rund um "Münzebrocks Mersch" soll im Jahre 2030 die Landesgartenschau stattfinden. Die Untersuchungen und Planungen beginnen jetzt.

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Gutachten geplant: Der zuständige Ausschuss hat 50.000 Euro für die künftige Nutzung des Bereichs „Münzebrocks Mersch“ einstimmig empfohlen. Genutzt werden können die Grundlagen und Erkenntnisse  sowohl für eine diskutierte Bewerbung um die Landesgartenschau 2030 als auch für die geplante touristische Nutzung als Löninger Naherholungsgebiet. Foto: Siemer

Gutachten geplant: Der zuständige Ausschuss hat 50.000 Euro für die künftige Nutzung des Bereichs „Münzebrocks Mersch“ einstimmig empfohlen. Genutzt werden können die Grundlagen und Erkenntnisse  sowohl für eine diskutierte Bewerbung um die Landesgartenschau 2030 als auch für die geplante touristische Nutzung als Löninger Naherholungsgebiet. Foto: Siemer

Einstimmig hat der Ausschuss für Schule, Kultur, Tourismus und Gesundheit in seinen Haushaltsberatungen empfohlen, 50.000 Euro als Planungskosten  für eine Landesgartenschau im Jahr 2030 auf der anderen Haseseite rund um „Münzebrocks Mersch“ zur Verfügung zu stellen. Die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Diana Graepel begründete den Vorstoß  ihrer Fraktion mit der Notwendigkeit, rechtzeitig mit den Vorarbeiten und Planungen  für eine ins Auge gefasste Bewerbung der Stadt um die Ausrichtung der Landesgartenschau zu beginnen.

Der Sandabbau Ende 2025, angesichts des notwendigen Vorlaufs sollte schon jetzt begonnen werden, so Graepel. Der frühere Bürgermeister Marcus Willen hatte die Löninger Bewerbung für die eigentlich wegen Corona von 2022 auf 2023 verschobene Veranstaltungsreihe vorgeschlagen. Als gelungenes Beispiel hatte Willen auf Bad Iburg mit fast 600.000 Besuchern verwiesen, die mit hohen Landesmitteln die für die Schau 2018 notwendige Infrastruktur geschaffen hatte, die auch weiter genutzt werden kann. Da aber alle dafür infrage kommenden Planungsbüros bereits für andere Kommunen tätig waren und im Gegensatz zu früheren Zeiten mehrere Bewerbungen vorlagen, gab und gibt es Überlegungen in Rat und Verwaltung, sich für die  wahrscheinlich 2030 geplante Landesgartenschau zu bewerben.

Bürgermeister Burkhard Sibbel begrüßte den Antrag. In diesem großen Gebiet müsse dringend etwas passieren. Er sprach sich aber dafür aus, die Frage, ob das Gutachten explizit für die Ausrichtung einer Gartenschau verwandt werde, offen zu lassen. Bad Gandersheim, aktueller Gastgeber der auf das kommende Jahr verschobenen Schau, verzeichne derzeit bereits ein Defizit von 4,7 Millionen Euro, so Sibbel. Genutzt und benötigt werden könne das Gutachten aber genauso für Planungen zur touristischen Entwicklung dieses Bereichs.

Für Jubiläum der Stadt stehen nur noch 50.000 Euro zur Verfügung

Über den Verwendungszweck der in den Untersuchungen gewonnenen Erkenntnisse gab es keine weiteren Debatten, auch die CDU-Fraktion war mit der grundsätzlichen Richtung einverstanden, da die Grundlagen und gewonnenen Erkenntnisse für beide möglichen Entwicklungen gleich gut geeignet seien.
Auf Vorschlag von Michael Grünloh (CDU), dem dieser Posten viel zu hoch war,  werden für das Jubiläum der Ersterwähnung Löningens vor 1200 Jahren in diesem Jahr nur noch 50.000 Euro im Etat zur Verfügung gestellt. Dem folgte das Gremium mit großer Mehrheit bei zwei Gegenstimmen, unter anderem vom Ausschuss-Vorsitzenden Andreas Behne (UfL).

Die Summe sei zunächst als Platzhalter für das Stadtjubiläum eingesetzt worden, erläuterte der Bürgermeister. In Pandemiezeiten wie diesen könne man aber kaum etwas machen. Einzig konkretes Projekt sind zurzeit die Überlegungen für eine Jubiläumsstele.
Der Gedanke, die eingesparte Summe gleich in die Förderung der Innenstadt zu stecken und die Summe, die durch eine Förderung bereitsteht, weiter zu erhöhen, wurde aber verworfen, da das Städtebauliche Entwicklungskonzept abgewartet werden soll.
Auf 2023 verschoben und damit von der Verwaltung bereits aus dem Etatentwurf entfernt,  wird die Sanierung des „Hauses Vogel“ . Das Erdgeschoss soll danach von der Tourist-Info genutzt werden.  Das Projekt könne momentan weder personell von der Verwaltung  noch finanziell wegen des diesjährigen angespannten Haushaltes umgesetzt werden, erläuterte Kämmerer Markus Brundiers in seiner Haushaltsvorstellung.

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