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Lohner Bauausschuss spricht sich für Großprojekt von BW Lohne aus

Die Mitglieder diskutierten den Stadionumbau und befürworten, die Planungen weiter voranzutreiben. Über die Kosten wurde nicht gesprochen, das sei Aufgabe des Finanzausschusses am 30. November.

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Die Sportstätte soll wachsen: Blau-Weiß Lohne will sein Stadion umbauen und erweitern. Archivfoto: Timphaus

Die Sportstätte soll wachsen: Blau-Weiß Lohne will sein Stadion umbauen und erweitern. Archivfoto: Timphaus

Mit Geschäftsführer Torsten Jehle, Präsident Christian Tölke und Lars von Lehmden als stellvertretenden Abteilungsleiter Fußball stellten Verantwortliche von BW Lohne das Vorhaben des Umbaus des Heinz-Dettmer-Stadions und die Errichtung eines Multifunktionsgebäudes (Tribüne, Gastronomie, Geschäftsstelle) vor. Über Geld werde nicht gesprochen, da dies die Aufgabe des Finanzausschusses sei, wenn er am Dienstag (30. November) tage, sagte der Ausschussvorsitzende Fabio Maier (CDU). Die Investitionssumme liegt derzeit bei knapp 12 Millionen Euro, wofür der Verein eine 75-prozentige Förderung gemäß der Sportförderrichtlinien beantragen möchte.

Christian Tölke erläuterte die vier Bauabschnitte des Projekts. 2022 stünden die Erneuerung des Kunstrasens und die Überarbeitung der Plätze 3 und 4 an; 2023 der Neubau der Leichtathletikanlage auf dem Gelände des Gymnasiums und 2024 die ersten Umbaumaßnahmen im Stadion (Verlegung Platz 1a, Neubau Platz 1b, Anpassung Stehplatztribüne). Als Letztes würde das Multifunktionsgebäude folgen.

Landkreis Vechta könnte sich eine finanzielle Beteiligung an der Leichtathletikanlage vorstellen

Nach dieser Präsentation konnten die Ausschussmitglieder Fragen stellen. Julian Tillesch (UBG) fragte nach der energetischen Gebäudeplanung. Christian Tölke meinte, bei dem konkreten Vorhaben werde dies noch kommen. Konrad Rohe (CDU) fragte, wie weit die Planungen und Gespräche für die Verlegung der Leichtathletik-Anlage gediehen seien. Geschäftsführer Thorsten Jehle antwortete, Verein, Stadt Lohne sowie Landkreis Vechta als Eigentümer des betroffenen Geländes führten Gespräche und dabei habe der Landkreis signalisiert, dass er sich eine finanzielle Beteiligung vorstellen könne.

Dr. Lutz Neubauer (ProWald, nicht stimmberechtigtes Grundmandat) stellte Fragen zu den Erdarbeiten für die geplante Drainage der Plätze, wohin das Wasser abgeleitet werde und welche Auswirkungen dies auf die Beregnung der Plätze habe. Der zuständige Architekt erwiderte, dass noch nicht alle technischen Fragen geklärt seien, aber das drainierte Wasser müsse entweder versickern oder abgeleitet werden. Neubauer fragte anschließend, wie es in der Umbauphase mit den Trainingsmöglichkeiten aussehe. Lars von Lehmden erwiderte, der Verein sei im "partnerschaftlichen Austausch" mit den Schulen und anderen Vereinen, um Lösungen zu finden.

Stück für Stück soll das Heinz-Dettmer-Stadion umgebaut und erweitert werden. Das neue Herzstück soll der Neubau der Tribüne inklusive eines Multifunktionsgebäudes werden. Grafik: Kilian + Kollegen LandschaftsarchitektenStück für Stück soll das Heinz-Dettmer-Stadion umgebaut und erweitert werden. Das neue Herzstück soll der Neubau der Tribüne inklusive eines Multifunktionsgebäudes werden. Grafik: Kilian + Kollegen Landschaftsarchitekten

Im Anschluss an die Fragerunde trat der Ausschuss in die Diskussion ein. Eckhard Knospe (SPD) meinte, es sei nun angebracht, den Startschuss zu geben und, dass es unstrittig sei, die angedachten Maßnahmen bei den Plätzen 2, 3 und 4 als Erstes auf den Weg zu bringen. Für die Maßnahmen der weiteren Bauabschnitte gebe es zwar noch Klärungsbedarf (Verlagerung der Tartanbahn), aber für die Gruppe SPD/Grüne könne er sich mit der Grundplanung einverstanden erklären. Thomas Schlarmann (CDU) meinte, es sei ein nachvollziehbares Konzept mit vielen Bausteinen. Daher stimme er der Beschlussvorlage zu. 

„Wir haben jetzt eine Lösung, die viele Vorteile hat.“Konrad Rohe (CDU)

Dr. Lutz Neubauer meinte: "Schick, schick, nur das Problem ist, die Welt hat sich verändert." Es gelte Bestehendes zu erhalten, "aber mit dem Wachstum ist es vorbei". Zwar liege ihm BW Lohne am Herzen, aber "diese Planung ist der falsche Weg in die Zukunftsaufgaben". Konrad Rohe (CDU) widersprach seinem Vorredner und stellte klar: "Wir haben jetzt eine Lösung, die viele Vorteile hat." Als CDU-Fraktion werde man dem Beschlussvorschlag zustimmen.

Ulrich Zerhusen (CDU), Eckhard Knospe (SPD) und Anja Thoben (CDU) sprachen die Bedeutung des Vereins für die Integration an und sagten, diese Arbeit sei unterstützenswert. Letztere verwies auf die Pandemie "in der viele Kinder und Jugendliche in Depressionen verfallen sind". Das dürfe nicht wieder passieren und "BW Lohne leistet hier großartige Arbeit, die Kinder vom Sofa zu holen". Einstimmig wurde beschlossen, die Vorentwurfsplanungen des Stadionumbaus zustimmend zur Kenntnis zu nehmen und die Planungen bezüglich der Leichtathletikanlage weiter voranzutreiben.

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