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Lohne erlässt Gebühren für Außengastronomie

Die Stadt will den von der Corona-Krise schwer getroffenen Wirten unter die Arme greifen. Auch die Marktbeschicker sollen unterstützt werden.

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Ein bisschen Hilfe: Um Gastwirte zu entlasten, will Lohne bis zum Jahresende auf die Sondernutzungsgebühren für Außengastronomie verzichten. Foto: Ebert

Ein bisschen Hilfe: Um Gastwirte zu entlasten, will Lohne bis zum Jahresende auf die Sondernutzungsgebühren für Außengastronomie verzichten. Foto: Ebert

Die Stadt Lohne soll die Gebühren für die Außengastronomie rückwirkend zum 1. April erlassen, um die Gastronomie zu unterstützen. Das hat der Finanzausschuss des Stadtrates am Dienstag in seiner Sitzung einstimmig empfohlen. Der Rat muss dem am 17. Juni (Mittwoch) noch zustimmen.

Demnach sollen die Sondernutzungsgebühren bis Ende des Jahres entfallen, die Restaurants, Kneipen, Bars und Eisdielen für das Aufstellen von Tischen unter freiem Himmel an die Stadt zahlen müssen. Bereits gezahlte Beträge soll die Stadtverwaltung zurücküberweisen. Besonders die Wirte haben bisher unter den Beschränkungen durch die Corona-Pandemie gelitten.

Ursprünglich hatte das Rathaus für das laufende Jahr mit Einnahmen in Höhe von 4300 Euro durch die Gebühr gerechnet, erläuterte Stadtsprecher Christian Tombrägel auf Anfrage. Davon dürfte nun der Großteil entfallen.

SPD-Antrag wird einstimmig angenommen

Peter Willenborg von der SPD-Fraktion, die den entsprechenden Antrag eingebracht hatte, betonte in der Ausschusssitzung: der Stadtrat müsse zwar "sorgsam mit Steuergeld" umgehen. Gleichzeitig sei es aber "wichtig, heimische Betriebe zu unterstützen". Die Hilfe "kommt sofort an", sagte Willenborg. 

Für die CDU-Fraktion gab auch Konrad Rohe ein "klares Ja" zu dem Antrag. Er plädierte allerdings dafür, Marktbeschickern nicht zusätzlich die Standgebühren zu erlassen. Auch das hatte die SPD mit ihrem Antrag ursprünglich gefordert.

Walter Mennewesch freut sich, dass regional eingekauft wird

Auch Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer (CDU) gab zu bedenken, dass viele Marktbeschicker durch die Corona-Pandemie eher Umsatzzuwächse zu verbuchen hätten und daher nicht in vergleichbaren Schwierigkeiten steckten wie Gastronomen. Auch SPD-Mann Willenborg  deshalb darauf, auf den Erlass der Marktstandgebühren zu zu beharren.

Walter Mennewesch (Die Grünen) zeigte sich in der Debatte über den Aufschwung des Wochenmarktes erfreut. Es sei gut, dass  "wieder mehr regional gekauft wird. Hoffentlich bleibt das so", sagt er.

Wochenmarkt erhält Werbebudget

Bürgermeister Gerdesmeyer unterstützte im Namen der Verwaltung den Verzicht auf die Sondernutzungsgebühren. Zwar seien die Gebühren für die Wirte in Lohne "sehr, sehr gering". Trotzdem könnte ihr Erlass ein "kleiner Beitrag zur Unterstützung" der heimischen Gastronomie sein.

Um den Lohner Wochenmarkt trotzdem zu unterstützen, empfahl der Ausschuss außerdem, diesem einmalig ein Budget von 2500 Euro für Werbung zur Verfügung zu stellen.

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