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Logische Konsequenz

Thema: CSU-Generalsekretär tritt zurück – Nach dem Frontalangriff auf die Pressefreiheit ist der Rücktritt Stephan Mayers unvermeidbar. Großen Schaden trägt auch die CSU davon.

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Wahrheiten können manchmal unbequem sein. Das hat nach vielen anderen Politikern nun auch CSU-Generalsekretär Stephan Mayer zu spüren bekommen. Nachdem ein Journalist herausfindet, dass Mayer einen unehelichen Sohn leugnet, rastet der CSU-Generalsekretär völlig aus und droht dem Reporter mit dessen „Vernichtung“ und immensen Schadenersatzklagen. Ein völlig inakzeptabler Frontalangriff auf die Pressefreiheit und eines Politikers in Mayers Position einfach nur unwürdig. Der Rücktritt des CSU-Generalsekretärs ist die logische Konsequenz.

Der als besonders konservativ geltende, gläubige Katholik hat allerdings nicht nur sich selbst enorm geschadet und seine politische Karriere ruiniert. Auch die CSU muss sich unangenehme Fragen gefallen lassen und möglicherweise die Grundsätze überdenken, die sie ihren Mitgliedern auferlegt.

Debakel bei der Landtagswahl 2023 droht

In Mayers Fall gerät das christlich-soziale Bild der heilen Familie schwer ins Wanken. Und auch andere Affären, wie etwa dubiose Geschäfte bei der Beschaffung von Masken während der Corona-Pandemie oder ein Verkehrsminister, der just in einem Untersuchungsausschuss zum Maut-Debakel wohl öffentlich gelogen hat, fügen dem Bild einer auf Werte basierenden Partei erhebliche Kratzer zu.

Bekommt CSU-Chef Markus Söder die Probleme nicht in den Griff, droht bei den Landtagswahlen in Bayern im kommenden Jahr das nächste Debakel für die einst so dominante Partei, die nicht nur mit einem Glaubwürdigkeits-, sondern auch einem Imageproblem kämpft. Denn auch der CSU sollte klar sein, dass Pressefreiheit, Demut und Wahrheit besonders hohe Güter sind.

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