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Löningen will die innerstädtische Verkehrssituation verbessern

Referent Jan B. Schütter erklärt, wie ein Verkehrskonzept für die Innenstadt aussehen kann. Bereits im Oktober haben Rat und Verwaltung dafür erste Mängel im Stadtgebiet ausgemacht.

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Die Stadt sieht insbesondere beim Ausbau der Radwege Verbesserungspotenzial. Foto: dpa/Stratenschulte

Die Stadt sieht insbesondere beim Ausbau der Radwege Verbesserungspotenzial. Foto: dpa/Stratenschulte

Wie kann Löningen freundlich für Fußgänger und den Radverkehr gestaltet werden, sodass Autofahrer nicht gleichzeitig benachteiligt werden? Dieser Frage ist Jan B. Schütter vom Ingenieurbüro Roelcke und Schwerdhelm gemeinsam mit den Ratsmitgliedern und Bürgern auf der Sitzung des Planungsausschusses nachgegangen. Die Stadt sieht an einigen Stellen dringenden Handelsbedarf. Die Anforderungen an Radweg haben sich verändert.

"Es ist wichtig, verträgliche Verkehrswege für alle Parteien herzustellen. Doch das ist nur möglich, wenn Kompromisse gefunden werden", sagt der Diplom-Ingenieur. Konflikte zwischen den Verkehrsteilnehmern müssten in erster Linie in der Innenstadt entstehen: Die Erreichbarkeit mit dem Fahrrad und die Erreichbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel vertrage sich häufig nicht mit dem Autoverkehr.

"Wenn wir mit Städten und Gemeinden zusammenarbeiten, um ihr Verkehrskonzept zu verbessern, machen wir zunächst einmal eine Bestandsaufnahme von den Gegebenheiten und der Infrastruktur", erklärt Jan Schütter. Dazu werden verschiedene Daten gesammelt und analysiert. Verkehrserhebungen, zum Beispiel in Form von Geschwindigkeitsmessungen, Unfallanalysen oder Pendlerdaten, sollen Auskunft über die Auslastung des Verkehrs liefern.

Busbahnhof an der Linderner Straße kommt gut an

"Wichtig ist es natürlich auch, die Öffentlichkeit mit einzubeziehen. Bürgerbefragungen können beispielsweise dabei helfen, weitere Gefahrenherde zu ermitteln und um festzustellen, was die Menschen besonders am Stadtverkehr stört", sagt Schütter. Außerdem schaffe die Stadt Transparenz. Weiterhin ließen sich die Bürger über die Gründung eines Arbeitskreises mit in die Planung einbeziehen. Gemeinsam könnte dann überlegt werden, wie wichtige Knotenpunkte umgestaltet werden können.  Um den Innenstadtbereich zukunftsfähig zu gestalten, sollten dafür auch Plätze für E-Ladesäulen oder Leihstationen für Fahrräder oder E-Scooter berücksichtigt werden. 

"Für den neuen Busbahnhof an der Linderner Straße haben wir bisher eine positive Resonanz erhalten. Wir haben uns unter anderem direkt bei den Busfahrern erkundigt. Der Wendekreis und die Plätze seien demnach einwandfrei befahrbar", berichtete Jens Flerlage, Leiter des Geschäftsbereichs Planen, Bauen und Umwelt im Rathaus. Und auch die Planungen für die noch fehlenden Bushäuschen seien vorangeschritten. Da der Stadt nun zwei Angebote vorliegen würden, könnten die 10 Überdachungen bis Ostern aufgestellt sein.

Radwege in der Innenstadt sind teilweise zu schmal

"Vor 2 Monaten sind wir außerdem mit dem Rad die Innenstadt abgefahren und haben uns angeschaut, wo es Verbesserungspotenzial gibt", sagte Flerlage. So sei unter anderem der Bereich Bremer Straße/Stockkamp aufgefallen, da der Radweg dort sehr schmal und daher nicht mehr den heutigen Anforderungen genüge. "So nutzen zum Beispiel einige Familien Fahrräder mit Anhängern für Kinder, die mehr Platz benötigen und auch für Lastenfahrräder ist es dort zu eng", so Flerlage.

Ratsfrau Agnes Menke gab zu Bedenken, dass nicht nur der Stadtbereich in den Fokus der Planung rücken sollte, sondern auch die umliegenden Dörfer. Ein gut ausgebauter Radweg beispielswese sei auch dort wichtig für die Verkehrssicherheit der Bürger. "Wir wissen aber auch, dass wir nur mit einem Radverkehrskonzept zu kurz greifen", ergänzte Bürgermeister Burkhard Sibbel. Rat und Verwaltung seien daher für eine ganzheitliche Betrachtung der Verkehrssituation im Stadtgebiet. 

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