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Linderns Heimathaus wird ab 19. März Corona-Testzentrum

Linderns neue Apothekerin Jana Düttmann hat die Aufgabe übernommen, vor Ort den Einwohnern den Anspruch zum wöchentlichen Corona-Schnelltest zu ermöglichen.

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Ideale Räumlichkeiten: Linderns neue Apothekerin Jana Düttmann und Bürgermeister Karsten Hage  im Eingangsbereich des Heimathauses, wo ab  19. März das Schnelltestzentrum die Arbeit aufnimmt. Foto: W. Siemer

Ideale Räumlichkeiten: Linderns neue Apothekerin Jana Düttmann und Bürgermeister Karsten Hage im Eingangsbereich des Heimathauses, wo ab  19. März das Schnelltestzentrum die Arbeit aufnimmt. Foto: W. Siemer

Nach dem Erfolg der Corona-Schutzimpfungen der über 80-jährigen Senioren vor Ort in den Kommunen des Kreises Cloppenburg als niedersachsenweit beachtetes Modell-Projekt, wird nach dem gleichen Muster auch die Möglichkeit zum kostenlosen Schnelltest organisiert. Linderns Bürgermeister Karsten Hage und sein Stellvertreter und Kreistagsabgeordneter Stefan Schute stellten  gemeinsam mit der Organisatorin und Betreiberin der Schnelltests, Apothekerin Jana Düttmann, das bereits ausgearbeitete Konzept vor. Die CDU-Kreistagsfraktion hatte die dezentrale Organisation vorgeschlagen.

Der Vorschlag war am Mittwoch in der Bürgermeisterrunde diskutiert und beschlossen worden. Sowohl Hage als auch Schute würdigten die an den praktischen Erfordernissen orientierte Lösung der Verantwortlichen der Kreisverwaltung. Auf einen Schnelltest wöchentlich haben die Deutschen nach der durch die Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 9. März in Kraft getretenen „Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Corona SARS CoV-2“ einen verbrieften gesetzlichen Anspruch. Er sei dankbar, dass Jana Düttmann und ihr Team sich bereit erklärt hätten, diese Aufgabe auch als Beitrag zum Eindämmen des Corona-Erregers als Träger der Aktion zu übernehmen, so Hage.

Organisation kann Ärzten übertragen werden

Die Organisation, für die es für die Teilnehmenden einen festen Betrag von der Kassenärztlichen Vereinigung gibt, kann auch niedergelassenen Ärzten und Zahnärzten übertragen werden. Er freue sich über diese unbürokratische „Linderner Lösung“ und die dörfliche Solidarität, für die das Heimathaus ideale Räumlichkeiten biete, erklärte Stefan Schute. Wegen des Lockdowns könne das ehemalige Gemeindebüro weder von den Sportgruppen noch für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt werden, so Schute, der auch Vorsitzender des Kunst- und Kulturvereins ist. Die Testzentren seien nach den Impfungen ein wichtiger Beitrag, um aus der Corona-Nummer herauszukommen, betonte Düttmann. Ab Freitag, 19. März, haben die Bewohner der Gemeinde ab 18 Jahren montags, mittwochs und freitags jeweils an drei Stunden täglich morgens von 8.30 bis 10 Uhr und von 16.30 bis 18 Uhr die Möglichkeit zu einem Schnelltest.

Der habe gegenüber dem PCR-Verfahren den Vorteil des geringeren bürokratischen Aufwands und des raschen Ergebnisses nach zehn bis 15 Minuten, ohne das Einschicken an ein Labor, erläutert die Apothekerin. Mehrere Mitarbeiterinnen werden sich in der notwendigen Schutzausrüstung in Schichten die Tests und die Auswertung teilen, auf die die Teilnehmer warten können. Anschließend gebe es ein schriftliches Ergebnis mit den entsprechenden Konsequenzen. Bei einem positiven Ergebnis wird der Ausbruch dem Gesundheitsamt gemeldet und müsse sich der Betroffene sofort in Quarantäne begeben, so Düttmann.

Die Ergebnisse derartiger Untersuchungen erhielten eine zunehmend große Bedeutung, als mögliche Eintrittskarte zum Beispiel zu Veranstaltungen. Wie stark das Interesse sein werde, darüber gebe es noch keinerlei Erkenntnisse. Daher sei vorerst geplant, einfach ohne Voranmeldungen zu beginnen, so Düttmann. Der Bürgermeister zeigte sich zufrieden mit den Anmeldungen der über 70-Jährigen  für die nächsten Corona-Schutzimpfungen. Es hätten sich 302 Frauen und Männer eintragen lassen. Das sei über 90 Prozent dieser Altersgruppe, freute sich Hage.

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