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Lies will Problemwolf erneut jagen lassen

Schon einmal war das Rodewalder Tier zu Abschuss freigegeben worden. Es kann über Zäune springen und hat bereits Rinder gerissen.

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Neuer Versuch: Olaf Lies will den Problemwolf erneut jagen lassen. Foto: dpa

Neuer Versuch: Olaf Lies will den Problemwolf erneut jagen lassen. Foto: dpa

Nach dem Riss von zwei Pferden durch das Rodewalder Wolfsrudel will Umweltminister Olaf Lies (SPD) die bislang erfolglose Jagd auf den Leitrüden wieder aufnehmen. Eine neue Ausnahmegenehmigung zum Abschuss des Problemwolfs werde vorbereitet, sagte Lies am Mittwoch im Landtag in Hannover.

Der Rüde habe den übrigen Wölfen des Rudels offenbar die Techniken zur Jagd auf große Huftiere beigebracht. DNA-Analysen hatten kürzlich ergeben, dass zwei im Landkreis Nienburg getötete Tiere von mindestens zwei Wölfen des Rudels gerissen wurden.

Der Leitwolf des Rudels war rund ein Jahr lang zum Abschuss freigegeben, weil er Schutzzäune überwunden und auch Rinder gerissen hatte. Er konnte aber nicht erlegt werden.

Im September soll die niedersächsische Wolfsverordnung erlassen werden. Dabei geht es um Regelungen zum erleichterten Abschuss der Tiere und zur Prävention von Rissen. In Niedersachsen gibt es nach Angaben der für die Beobachtung der Tiere zuständigen Landesjägerschaft 25 nachgewiesene Rudel. Mit den Welpen von diesem Jahr dürften es samt der umherziehenden Einzeltiere insgesamt mehr als 350 Wölfe sein.

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