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Lehrer freuen sich über erste persönliche Begegnungen

Nach der Corona-Zwangspause haben Lehrer der 5 Partnerschulen des Erasmus-Projekts jetzt in der Oberschule Lindern die gegenseitigen Schülerbesuche und die Themen der kommenden zwei Jahre vorbereitet.

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Während ihres Aufenthalts in Lindern haben Lehrer der Erasmus-Partnerschulen die Besuche ihrer Schülergruppen vorbereitet. Gastgeber waren Silke Reiner (stehend) und Reinhard Jordan (rechts).   Foto: Siemer

Während ihres Aufenthalts in Lindern haben Lehrer der Erasmus-Partnerschulen die Besuche ihrer Schülergruppen vorbereitet. Gastgeber waren Silke Reiner (stehend) und Reinhard Jordan (rechts).   Foto: Siemer

Begeistert von den ersten persönlichen Begegnungen ihres Erasmus-Projekts zeigten sich die Beteiligten der Oberschule Lindern. Dort waren jetzt für mehrere Tage 7 Lehrerinnen und Lehrer aus Spanien, Portugal, Lettland und Rumänien zu Gast, um die gegenseitigen Besuche von Schülern aus 6 Nationen in den kommenden beiden Jahren sowohl organisatorisch wie auch inhaltlich vorzubereiten.  

Wegen der Corona-Lage vor Ort hatten die italienischen Pädagogen aus der Nähe von Turin kurzfristig absagen müssen, sie waren aber dank der modernen Technik via Smartboard in den Gesprächsrunden live zugeschaltet. Die Pandemie hatte den Beginn der gegenseitigen Besuche der Schüler um mehr als ein Jahr verzögert. „Wir alle freuen uns riesig, dass es aber jetzt endlich mit den konkreten Planungen losgeht“, erläutern Silke Reiners und Konrektor Reinhard Jordan, die dieses Projekt betreuen. Bereits seit 2018 engagieren sich die Linderner Lehrer für „Erasmus“, einem Förderprogramm der Europäischen Union, dass mit persönlichen Begegnungen, gegenseitigen Besuchen und gemeinsamer Arbeit an universellen Fragen, Problemen und Interessen den europäischen Gedanken und das gegenseitige Verstehen fördern will.

In einem ersten Schritt war in einem Wettbewerb der 6 teilnehmenden Schulen das Logo des Projekts ausgewählt worden. Der Name erinnert an Erasmus von Rotterdam, einen europäisch gebildeten Humanisten der Renaissance. „Das abwechslungsreiche Programm wie das gemeinsame Kochen und Essen zum Auftakt, der Besuch des Museumsdorfs, des Familienfests, ein Bowling-Abend, der Aufenthalt in den Familien und selbst der Transfer von und zu den Flughäfen Hamburg, Bremen und Düsseldorf hat uns allen gezeigt: Die persönliche Begegnung ist durch nichts zu ersetzen“, betont Rektorin Petra Wodke-Schmeier.

Oberschule koordiniert das europäische Projekt

Das gesamte Projekt, für das die Linderner nicht nur Teilnehmer, sondern koordinierende Stelle sind, lebe vom Engagement der Beteiligten, lobt sie das kleine Erasmus-Team der Oberschule. „Schon der erste Abend hat uns allen beim Kochen in der Schule ein tolles Gemeinschaftsgefühl beschert und wurde von allen als erfolgreicher Start der Zusammenarbeit und der Begegnungen der 6 Nationen auf den 6 Treffen gesehen“, erzählt Silke Reiners. Nur durch Kommunikation und persönliche Begegnungen der jungen Leute werde auf Dauer Frieden und völkerverbindende Zusammenarbeit möglich, ist Reinhard Jordan überzeugt. Auch Schüler und Eltern freuten sich auf die Fahrten in die 5 europäischen Länder, die durch die finanzielle Förderung der EU möglich würden, so die Rektorin.

Italiener sind für gesundes Kochen zuständig

Da jeweils 5 Mädchen und Jungen an den Fahrten teilnehmen können, kommen 25 Schüler des 7. und 8. Jahrgangs in den Genuss, Gleichaltrige in anderen europäischen Ländern kennenzulernen. Diese Aussicht sei zugleich ein zusätzlicher Ansporn für die Mädchen und Jungen, Englisch zu lernen, da man wisse, wofür man die Sprache bald benötige, so die Rektorin. Auf dem Treffen wurden auch die jeweiligen Themenschwerpunkte festgelegt, die von den Gastgebern vorbereitet werden. Beschäftigen werden sich die Schüler mit gesunder Lebensweise, Freizeitgestaltung und Nachhaltigkeit. „Das Thema gesunde Ernährung und gesundes Kochen haben sich die Italiener gewünscht“, erzählt Silke Reiners.

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