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Legalisieren – aber bitte kein Gras drüber wachsen lassen

Thema: Legalisierung von Cannabis – Die Droge zu legalisieren, ist der richtige Weg. Allerdings sind damit die Probleme nicht gelöst. Die Regierung muss am Ball bleiben. Keine Macht den Drogen!

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Des einen Freud ist des anderen Leid: Die Legalisierung von Cannabis ist keine endgültige Lösung. Sie ist einerseits unabdingbar, um dem Schwarzmarkt den Garaus zu machen, wobei die Niederlande bereits gezeigt haben, dass die Wirkung schwindend gering ist. Andererseits sorgt sie dafür, dass eine weitere von vielen Drogen legalisiert wird.

Deshalb darf die Bundesregierung nach der Gesetzesverabschiedung nicht Gras über die Sache wachsen lassen. Es bedarf einer ständigen Beobachtung, wie sich die Legalisierung auswirkt: auf den Märkten, in den Zahlen der Konsumenten (Alter, Menge, Dauer, Abhängigkeit, mögliche Erkrankungen wie Psychosen, Suizide, Depressionen, selbstverletztendes Verhalten), wie sich das Gras zusammensetzt (THC-Menge ist auf dem Schwarzmarkt hoch), welches Cannabis für welche Altersgruppen zugelassen wird...

"Legalisierung: ja. Aber bitte genaustens kontrolliert, sofern möglich. Denn keine Droge sollte ein Ersatz für Glücksgefühle sein."Max Meyer

Doch damit allein ist es nicht getan: Die Ampel sollte gleichzeitig die präventiven Maßnahmen ausbauen: mehr Drogenberatungsstellen, keine Kommerzialisierung durch Werbung für Cannabis (wie es beim Alkohol der Fall ist) und zu guter Letzt die Form der Droge – also wie sie konsumiert wird. Nämlich: Nicht verharmlosend in Form von Keksen oder Ähnlichem.

Im Vergleich mag Cannabis eine harmlose Droge sein. Doch Drogen wirken von Individuum zu Individuum unterschiedlich, deshalb ist sie – wie Tabak und Alkohol – nicht zu unterschätzen. Legalisierung: ja. Aber bitte genaustens kontrolliert, sofern möglich. Denn keine Droge sollte ein Ersatz für Glücksgefühle sein. Keine Macht den Drogen.

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