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Lastrup treibt innerörtliche Verdichtung voran

Fast 60 Wohnungen sollen rund um den Postweg gebaut werden. Gute Nachrichten gibt es auch für Schnelten. Dort entsteht unter anderem ein neues Gewerbegebiet.

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Enge Gasse: Am Postweg in Lastrup soll ein neues Wohnquartier entstehen.   Foto: G. Meyer

Enge Gasse: Am Postweg in Lastrup soll ein neues Wohnquartier entstehen.   Foto: G. Meyer

In Lastrups Ortsmitte sollen bis zu 58 neue Wohnungen geschaffen werden. Ein Investor hat ein rund 1,3 Hektar großes Grundstück zwischen der Kolpingstraße und dem Postweg gekauft. Am Montag brachte der Planungsausschuss die Bauleitplanung auf den Weg.

Ziel sei, die innerörtliche Verdichtung mit kleineren Wohneinheiten voranzutreiben, sagte Bürgermeister Michael Kramer. Der Gemeinde entstünden keinerlei Kosten, mit dem Investor werde ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen. Konkret geplant sind acht Reihenhäuser entlang des Postweges. Sie sollen sich optisch in die Umgebung einfügen, betonte Kramer. Die vorhandenen Bäume blieben erhalten. Dahinter sollen fünf zweigeschossige Gebäude mit jeweils sechs Wohneinheiten errichtet werden. Hinzu kommen weitere, kleinere Häuser. In der Mitte des neuen "Wohnquartiers" sind Stellplätze und ein Treffpunkt geplant. Die Wohnungen können gekauft oder gemietet werden.

Die Ausschussmitglieder begrüßten das Vorhaben einhellig. Michael Kramer wies auf die zentrale Lage und die Nähe zu den Versorgungseinrichtungen hin. Friedhofsbesucher können nach dem Bau der neuen Reihenhäuser allerdings nicht mehr im engen Postweg parken. Er wird möglicherweise in eine Einbahnstraße umgewandelt.

Gewerbe- und Wohnbauflächen in Schnelten

In Schnelten wird sich demnächst ebenfalls etwas tun. An der Ziegelstraße kann die Gemeinde bald neue Flächen für die Wirtschaft und auch einige Wohnbauplätze anbieten. Das  Gewerbegebiet zieht sich von der Bundesstraße 213 bis zum Ruhrbach. Darüber hinaus weist die Gemeinde weitere Mischgebietsflächen aus. Insgesamt stehen 11,7 Hektar zur Verfügung. Südlich von "Küchenwelt Albers" werden zwölf Grundstücke erschlossen. Ausschussmitglieder legten besonderen Wert darauf, dass sie nur an Einheimische vergeben werden sollen. "Und wenn das dann länger dauert, bleiben die Bauplätze eben so lange liegen", sagte Dirk Rode-Böckmann.

Der Bebauung in Schnelten seien immissionsbedingt enge Grenzen gesetzt, befand Michael Kramer. Der Bürgermeister freut sich deshalb über die neuen Möglichkeiten. Zugleich drückt er aufs Tempo. Weil die landeseigene N-Bank die Erschließungsarbeiten erheblich fördert, muss der notwendige Bebauungsplan bis zum 30. September vorliegen. Der erste Schritt ist immerhin gemacht: Der Ausschuss stimmte dem Vorhaben einstimmig zu.

Neue Wohngrundstücke: Die Fläche an der Ziegelstraße soll als Mischgebiet ausgewiesen werden. Foto: G. MeyerNeue Wohngrundstücke: Die Fläche an der Ziegelstraße soll als Mischgebiet ausgewiesen werden. Foto: G. Meyer

Auf Fördermittel ist auch der Landkreis Cloppenburg bei der Erweiterung seiner Sportschule in Lastrup erpicht. Unter anderem sollen neue Sportplätze angelegt werden. Das Problem: Die anvisierte Fläche ist zurzeit als Erholungsgebiet ausgewiesen. Eine Änderung ist möglich, benötigt aber noch Zeit. Daher wurden die Plätze zunächst aus der aktuellen Bauleitplanung ausgeklammert, sodass das Verfahren fristgerecht abgeschlossen werden kann.

Raser fährt 245 Stundenkilometer schnell

Abgenickt hat der Ausschuss auch den Bau eines Regenrückhaltebeckens am Unnerweg. Es soll neben dem Veranstaltungsplatz entstehen und die Entwässerung des Industriegebietes verbessern.

Zum Abschluss der Sitzung berichtete Michael Kramer über die Ergebnisse von Geschwindigkeitsmessungen in Lastrup. Teilweise kam es zu eklatanten Überschreitungen. Beispiel Vlämische Straße: Im Februar raste ein Unbekannter dort mit 245 Stundenkilometern durch eine Tempo 70-Zone. "Wie das möglich ist, ist mir ein Rätsel", wunderte sich Kramer. Auch andernorts kümmerten sich zahlreiche Autofahrer nicht um die vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten. Die Gemeinde wird die Ergebnisse an die Polizei weiterleiten.

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