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Lastrup erhält 573.000 Euro für neue Lüftungsanlagen

Auf der letzten Sitzung der Periode hat Bürgermeister Michael Kramer das Engagement der nach 5, 10, 20 und 35 Jahren ausscheidenden Frauen und Männern gewürdigt und ihnen für ihr Engagement gedankt.

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Symbolfoto: dpa

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Die wohl erfreulichste Nachricht des Tages hob sich Bürgermeister Michael Kramer am Montagabend bis zum Schluss der letzten Ratssitzung dieser Wahlperiode auf: Die Gemeinde erhält aus dem nach dem Windhundverfahren vergebenen Fördermitteln des Bundes 573.000 Euro für die Ausstattung ihrer 3 Schulen mit mobilen Lüftungsanlagen. Die Kommune hatte,  wie etliche andere auch, ihr Konzept mithilfe des Fachmanns Norbert Averdung aus Papenburg auf den Weg gebracht.

Das Projekt, das die Praxis des häufigen Lüftens durch Öffnen der Fenster im Herbst und Winter für unter 12-jährige Schüler beenden soll, kostet nach den bisherigen Berechnungen 717.000 Euro. In der Grundschule Hemmelte sollen 6, in der Astrid-Lindgren Grundschule in Lastrup 18 und in der Oberschule sowie der Großraumsporthalle 12 Räume mit diesen 2 mal 2 Meter großen und rund 2 Meter hohen Anlagen ausgerüstet werden, die für frische, sauerstoffreiche Luft von außen sorgen und gleichzeitig nur geringe Wärmeverluste durch Wärmetauscher verursachen sollen. Formell soll die Reaktion auf die durch die Luft übertragenen Corona-Viren nach Angaben von Kramer in den Haushaltsberatungen 2022 vom neuen Rat ab November beraten und entschieden werden. Der Eigenanteil der Gemeinde würde rund 143.000 Euro betragen.

3 statt 2 fünfte Klassen zum neuen Schuljahr

Für eine erfreuliche Entwicklung, die den Schulstandort weiter stärke, so der Bürgermeister, billigte der Rat einstimmig überplanmäßige Ausgaben von mehr als 2000 Euro für neue Technik. Sie ist notwendig, da nicht mehr nur 2, sondern 3 fünfte Klassen zu Beginn des neuen Schuljahres gebildet werden konnten.

Verabschiedet und geehrt:  Auf der letzten Ratssitzung würdigte Bürgermeister Michael Kramer (5. von links)  das Engagement  der ausscheidenden oder dem Rat seit vielen Jahren angehörenden Männer und Frauen.   Foto: Willi SiemerVerabschiedet und geehrt:  Auf der letzten Ratssitzung würdigte Bürgermeister Michael Kramer (5. von links)  das Engagement  der ausscheidenden oder dem Rat seit vielen Jahren angehörenden Männer und Frauen.   Foto: Willi Siemer

Eine positive Bilanz der Arbeit des Rates zog der Bürgermeister in seinen Würdigungen bei der Verabschiedung der aus dem Rat ausscheidenden Frauen und Männer. Es seien Gewerbe- und Bauflächen in fast jedem Ortsteil geschaffen worden. Weitere Schwerpunkte seien die Städtebauförderung und die Projekte in der Ortsmitte sowie die Investitionen in Kitas und Schulen in den letzten 5 Jahren gewesen.

Mit Lob und Dank für das geleistete ehrenamtliche Engagement verabschiedete er als Bürgermeister und für die 4 vieljährigen Kommunalpolitiker als Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds 12 der 18 Mitglieder des Rates. Zwei Drittel von ihnen hätten sich nicht erneut um ein Mandat beworben, es freue ihn, dass 6 Frauen und Männer auch dem neuen Rat angehörten. Neben der Urkunde gab es Buchgeschenke oder Gutscheine. Beim Applaus für den nach 35 Jahren aus dem Rat ausscheidenden stellvertretenden Bürgermeister Alfons Brinker erhoben sich die Ratsmitglieder von ihren Plätzen. Kramer würdigte das große auch zeitliche Engagement, zusätzlich auch im Kreistag und in anderen Gremien, wie dem Zweckverband oder dem OOWV,  für Lastrup ganz besonders. Der Hemmelter gehört dem Rat seit 1986 an, seit 2006 ist er Mitglied des Verwaltungsausschusses.

Für sein 30-jähriges kommunalpolitisches Engagement ehrte Kramer SPD-Mann Horst Schleider. Neben der Mitarbeit in diversen Fachausschüssen ist er seit 1991 Mitglied des Verwaltungsausschusses. Beide erhielten die Ehrenmedaille des Städte- und Gemeindebundes.

Brand und Westendorf 20 Jahre im Gemeinderat

Jeweils 20 Jahre engagierten sich die ausscheidende 3. stellvertretende Bürgermeisterin Marianne Brand aus Kneheim und der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Westendorf im Gemeinderat zuletzt im VA, diversen Fachausschüssen sowie in Gremien wie dem OOWV oder der Oldenburgischen Landschaft. Beide erhielten die silberne Ehrennadel des Städte- und Gemeindebundes. Jeweils 4 Frauen und Männer gehören nach 10 beziehungsweise 5 Jahren dem neuen Rat nicht mehr an. 2 Perioden engagierten sich Stephanie Landwehr, Sandra Obermeyer, Andreas Ortmann und Jürgen Ostendorf (alle CDU). Ihre Arbeit in den Ausschüssen im Rat und in Fraktionssitzungen lobte Kramer ebenso wie die von Michael Geers, Sarah Hogeback, Hubert Hoppe (alle CDU) und Hans-Jürgen Reglitzki (Linke), die nach 5 Jahren nicht wieder kandidierten beziehungsweise dem neuen Rat nicht mehr angehören.

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