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Laschet zeichnet Pfarrer Peter Kossen aus

Der aus Rechterfeld stammende Kossen prangert seit Jahren die Verhältnisse in deutschen Fleischfabriken an. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet würdigte dieses Engagement mit dem Landesorden.

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Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen (links), verleiht den Landesverdienstorden an Pfarrer Peter Kossen: Der Landesverdienstorden wird an Bürgerinnen und Bürger verliehen, die sich sozial oder ehrenamtlich engagieren und außerordentliche Verdienste für das Land Nordrhein-Westfalen und die Menschen erworben haben. Foto: dpa/Becker

Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen (links), verleiht den Landesverdienstorden an Pfarrer Peter Kossen: Der Landesverdienstorden wird an Bürgerinnen und Bürger verliehen, die sich sozial oder ehrenamtlich engagieren und außerordentliche Verdienste für das Land Nordrhein-Westfalen und die Menschen erworben haben. Foto: dpa/Becker

Der gebürtige Rechterfelder Pfarrer Peter Kossen, der seit Jahren die Verhältnisse in deutschen Fleischfabriken anprangert, ist am Sonntag für sein Engagement mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) überreichte die Orden in Köln.

Laschet sagte: "Dass das System der Werkverträge, der Dumpinglöhne und des Mietwuchers in dieser Branche endlich öffentlich wahrgenommen und Schritt für Schritt abgeschafft wird, ist auch das Verdienst von Monsignore Peter Kossen." Sein Engagement für gerechte Entlohnung, für menschenwürdige Arbeits- und Wohnbedingungen reiche weit in die Vergangenheit zurück. Nach den Corona-Ausbrüchen in zwei großen NRW-Schlachthöfen hätten seine Forderungen bundesweit Gehör gefunden.

"Diese Auszeichnung ist eine große Wertschätzung unserer Arbeit. Sie gilt nicht mir allein, sondern allen, die sich in diesem Zusammenhang für Menschenwürde und Gerechtigkeit stark machen."Peter Kossen

Der Ministerpräsident zollte dem Pfarrer auch seine Anerkennung dafür, Kritik auszuhalten, Widerständen nicht aus dem Weg zu gehen und hartnäckig zu sein. Ein persönliches Gespräch nach der Ordensverleihung nutzte Kossen, um Laschet die aktuelle Situation vieler Leiharbeiter zu erläutern: „Immer mehr Familien bleiben langfristig hier. Sie zu integrieren, das ist unsere Herausforderung.“ Ein Heimatgefühl könne man niemandem überstülpen, „aber wir können die Menschen teilhaben lassen, damit sie nicht in einer Parallelwelt leben“, fügte der Pfarrer an.

Kossen zeigte sich nach der Ordensverleihung in der Kölner Flora dankbar: "Diese Auszeichnung ist eine große Wertschätzung unserer Arbeit. Sie gilt nicht mir allein, sondern allen, die sich in diesem Zusammenhang für Menschenwürde und Gerechtigkeit stark machen." Zugleich sehe er die Ehrung als Motivation für die Zukunft.

Peter Kossen ist seit 2017 leitender Pfarrer der Lengericher Pfarrei Seliger Niels Stensen. Zuvor war er im Bischöflich Münsterschen Offizialat Vechta Ständiger Vertreter des Offizials.

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