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Landwirtschaftskammer übernimmt Begutachtung nach Wolfsriss

Genproben sollen weiter genommen werden, das Ergebnis der vergleichsweise zeitaufwendigen Laboranalyse sei aber nicht für die Entschädigung entscheidend. So soll das Verfahren beschleunigt werden.

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Foto: dpa/Mirgeler

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Nach einem Wolfsriss müssen getötete oder verletzte Weidetiere begutachtet werden, damit die Eigentümer entschädigt werden – das übernimmt künftig die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Nutztierhalterinnen und -halter sollten entsprechende Wolfsangriffe von Februar an der für das jeweilige Gebiet zuständigen Bezirksförsterei melden, teilte die Landwirtschaftskammer am Donnerstag mit.

Die Försterin oder der Förster begutachte die Schäden und schreibe bei Spuren eines Wolfsangriffs ein Rissprotokoll, das für den Ausgleich der finanziellen Schäden ausschlaggebend sei. Genproben sollten zwar weiter genommen werden, das Ergebnis der vergleichsweise zeitaufwendigen Laboranalyse sei aber nicht für die Entschädigung entscheidend, teilte die Kammer mit. So solle das Verfahren beschleunigt werden. Zuvor hatten Wolfsberaterinnen und -berater vom Wolfsbüro die Rissbegutachtung übernommen.

Allerdings wollten immer mehr Menschen über das Thema Wolf aufgeklärt werden, und sie erwarteten schnelle Antworten, sagte Umweltminister Olaf Lies. Dafür solle auf die Expertise der Wolfsberater zurückgegriffen werden, die die Betreuung der Weidetierhalter dafür an die Landwirtschaftskammer übergeben, erklärte der SPD-Politiker. Das sei "zehn Jahre nach Rückkehr der Wölfe der konsequente und richtige Schritt".

Seit Anfang 2020 kümmert sich die Kammer den Angaben zufolge bereits etwa um die Abwicklung von Präventionsanträgen zum Herdenschutz vor Wolfsangriffen. Allein 2021 wurden den Weidetierhaltern demnach rund 4,6 Millionen Euro für wolfsabweisende Zäune zugesprochen.

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