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Landtagswahl: Dr. Michael Hoffschroer bekundet Interesse

Der Cloppenburger möchte im Wahlkreis 66 (Cloppenburg Nord) antreten. Hoffschroer könnte damit Nachfolger des langjährigen Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley werden.

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Will kandidieren: Dr. Michael Hoffschroer. Foto: CDU

Will kandidieren: Dr. Michael Hoffschroer. Foto: CDU

Dr. Michael Hoffschroer möchte Nachfolger des CDU-Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley werden, dies teilte der Cloppenburger nun offiziell mit. "In verschiedenen Gesprächen wurde  der Wunsch an mich herangetragen, dass ich meinen Einsatz für die Region und das Handwerk in Hannover fortsetzen soll", sagt der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Bley hatte zuletzt angekündigt, nicht mehr für den Wahlkreis 66 (Cloppenburg Nord) zu kandidieren.

Als Kommunalpolitiker und aktuelles Stadtratsmitglied setze er sich für gute und gleichwertige Lebensverhältnisse im ländlichen Raum ein. Sein Mandat in der Kreisstadt würde er im Falle einer Wahl weiter behalten. "Das ist erst einmal so geplant. Natürlich muss man dann abwarten, wie sich die Arbeitsbelastung darstellt", sagt Hoffschroer im Gespräch mit OM Online.

Hoffschroer will Stimme des Handwerks sein

Der 49-Jährige möchte die Lücke nach Bley schließen und tritt deshalb im Wahlkreis 66 an, obwohl er dort nicht wohnt. Zudem habe Christoph Eilers, der erneut antritt, für den Wahlkreis 67 gute Arbeit geleistet. "Ich möchte eine Stimme des Handwerks und der Region Sein", erklärt Hoffschroer seine Beweggründe. Da in Hannover mehrere CDU-Abgeordnete nicht wieder antreten, die ihren Ursprung und ihre Stärken in dieser Branche haben, sei er angesprochen worden. 

Der Wahlkreis sei eine starke Handwerksregion und habe zwei Berufsschule-Standorte mit Friesoythe und Wildeshausen. "Dafür möchte ich mich unter anderem einsetzen", sagt Hoffschroer. Teil seiner Wahlkampagne sei es nun, sich auch im Nordkreis bekannt zu machen. "Obwohl ich dort auch jetzt schon viele berufliche Kontakte habe". 

Hoffschroer geht davon aus, dass er nicht der einzige CDU-Interessent bleiben wird. Bis zum 1. Dezember können sich noch weitere Personen melden, am Anfang des nächsten Jahres soll dann entschieden werden. So ist nach dem Stadtratswahlkampf im Sommer nun weiter Klinkenputzen angesagt. "Mich hat die Zeit aber eher noch bestärkt. Ich denke, dass meine Themen, Politik und Strategien gut ankommen."

Wohnortnahe Beschulung eine Voraussetzung für hochwertige Bildung

„Als Familienvater liegt mir eine positive Zukunft meiner Kinder und der vielen anderen Familien in unserer Heimat am Herzen“, erklärt Hoffschroer zu seinen Schwerpunkten. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sollte verbessert werden. Zudem sei die Sicherung der wohnortnahen Beschulung für ihn kein Widerspruch, sondern eine Voraussetzung für hochwertige Bildung im ländlichen Raum.

Zudem steht Hoffschroer nach eigenen Angaben für eine Stärkung familiengeführter Unternehmen durch gerechte Förderpolitik und einen Abbau von  Bürokratie, unabhängig von der Branche. "Ich setze mich angesichts der Herausforderungen von Digitalisierung, Demografie und Globalisierung für ein positives Unternehmerbild und die Entwicklung einer modernen Unternehmenskultur sowie die Stärkung der Sozialpartnerschaft ein", erklärt das CDU-Mitglied.

"Wenn wir trotz relativ geringer Akademikerquote einen mehr als stabilen Arbeitsmarkt und eine hohe Innovationskraft entfalten, wenn wir gegen den Trend als ländliche Region wachsen, sollte man in Hannover davon noch mehr Notiz nehmen."Dr. Michael Hoffschroer

Im Bereich des Handwerks will Hoffschroer seine Expertise mit einbringen. Schlagwörter wie Digitalisierung, Demografie, Globalisierung und Nachhaltigkeit hätten eine unmittelbare Wirkung auf die Menschen und Unternehmen in der Region, die mit dem großindustriellen oder großstädtischen Blick nicht immer wahrnehmbar zu sein scheinen. "Unsere Region ist hier als starke Handwerksregion besonders gefordert. Wenn wir trotz relativ geringer Akademikerquote einen mehr als stabilen Arbeitsmarkt und eine hohe Innovationskraft entfalten, wenn wir gegen den Trend als ländliche Region wachsen, sollte man in Hannover davon noch mehr Notiz nehmen."

Eine große Aufgabe sieht Hoffschroer zudem im kommunalverträglichen Ausbau einer modernen Infrastruktur: Gesundheitsversorgung, Stromtrassen, Breitband, Mobilfunk, ÖPNV, Straßen und Wasserversorgung. "Die Genehmigungsverfahren sind – ausdrücklich ohne Demokratieverlust – durch frühzeitige und digitale Beteiligungsverfahren deutlich zu beschleunigen", sagt er. Er kenne die Stärken der Region, verschließe die Augen aber auch nicht vor den Herausforderungen.

Unterstützung kommt unter anderem von Cloppenburgs Kreishandwerksmeister Günther Tönjes: "Eine starke Vertretung der Region und des Handwerks ist von großer Bedeutung. Aus langjähriger Zusammenarbeit bin ich überzeugt, dass Dr. Michael Hoffschroer unsere kompetente Stimme in Hannover sein kann“.


Zur Person:

  • Dr. Michael Hoffschroer hat sein Abitur am Gymnasium Georgianum in Lingen und anschließend eine Ausbildung zum Sparkassenkaufmann bei der Kreissparkasse Lingen absolviert.
  • Unter anderem studierte er Wirtschaftspädagogik an der Universität zu Köln und promovierte an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät.
  • Seit 2010 ist er Hauptgeschäftsführer bei der Kreishandwerkerschaft Cloppenburg und der angeschlossenen Innungen. Von 2016 bis 2021 saß er für die CDU im Cloppenburger Kreistag, seit 2021 ist er Mitglied im Cloppenburger Stadtrat.

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