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Landkreise planen keine Impfaktionen für Kinder

Ein Grund: Der Impfstoff sei nicht vorrätig, sagen die Behörden. Auch fehle die finale Empfehlung der Impfkommission. In Bremen und NRW sieht man das anders.

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Die U12-Impfungen sollen in einigen Bundesländern schnell starten. Im Moment wird noch in einem sogenannten "off label use" der Erwachsenenimpfstoff extra für Kinder dosiert. Nicht alle Ärzte bieten aber so etwas an. Symbolfoto: dpa

Die U12-Impfungen sollen in einigen Bundesländern schnell starten. Im Moment wird noch in einem sogenannten "off label use" der Erwachsenenimpfstoff extra für Kinder dosiert. Nicht alle Ärzte bieten aber so etwas an. Symbolfoto: dpa

In den Impfstellen der Kommunen und Kreise in Nordrhein-Westfalen soll es für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren ab dem 17. Dezember ein Impfangebot geben. Die Terminvergabe läuft. Die Stadt Bremen startet die Kampagne bereits am 14. Dezember; sie will eine Impfstelle in der Innenstadt einrichten.

Für Niedersachsen und damit auch für das Oldenburger Münsterland sind die Pläne indes überschaubar: Aktuell sei der Impfstoff für Kinder in Niedersachsen noch nicht verfügbar, teilt der Landkreis Vechta mit. Und: Wenn die mobilen Impfteams des Landkreises zusätzlich Kinderimpfungen durchführen sollen, sei dies nur mit Begleitung von pädiatrischen Impfärzten möglich. Inwiefern diese durch die Arbeit in ihren Praxen bereits ausgelastet seien, sei nicht abzusehen.

Spezielle Angebote gebe es nicht, solange kein ausreichender Impfstoff zur Verfügung stehe, schreibt auch der Landkreis Cloppenburg. Er halte sich an den Rat der Ständigen Impfkommission (Stiko). Deren finale Empfehlung steht noch aus; am Donnerstag war allerdings bekannt geworden, dass die Stiko eine Impfung von Kindern empfiehlt, die kranke Angehörige haben oder selbst krank sind. Es gebe, hieß es, auch die Möglichkeit, gesunde Kinder impfen zu lassen.

Und wie ist die Lage vor Ort? Konkret haben sich in den vergangenen 7 Tagen im Kreis Vechta 52 Kinder im Alter von 5 bis 9 Jahre mit Corona angesteckt; im Kreis Cloppenburg sind es 43, teilen die Behörden am Freitagvormittag mit. Im Verhältnis ist der Anteil überschaubar. So sind etwa dem Kreis Cloppenburg vom 3. bis zum 9. Dezember (einschließlich) nach eigenen Angaben insgesamt 464 positive PCR-Tests gemeldet worden. 

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