Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Landkreis Vechta zahlt mehr für Ausbau und Betrieb von Kitas

Eine neue Vereinbarung mit den Städten und Gemeinden sieht deutlich höhere Beiträge zu Investitionen und Betriebskosten vor. Der Grund sind gestiegene Baupreise und entfallene Elternbeiträge.

Artikel teilen:
Der Landkreis ist zuständig, organisiert wird die Betreuung vor Ort. Deshalb erhalten die Kommunen Zuschüsse. Foto: dpa/Rainer Jensen

Der Landkreis ist zuständig, organisiert wird die Betreuung vor Ort. Deshalb erhalten die Kommunen Zuschüsse. Foto: dpa/Rainer Jensen

Eine wichtige Entscheidung zur Kinderbetreuung fasst der Vechtaer Kreistag in seiner nächsten Sitzung am 17. Dezember: Landrat Herbert Winkel und die Bürgermeister der Städte und Gemeinden haben sich auf eine künftig deutlich höhere Kostenbeteiligung des Landkreises Vechta an Investitions- und Betriebskosten der Kindertagesstätten vor Ort verständigt. Diesem Vertrag muss der Kreistag noch zustimmen.

Die Kreisverwaltung ist per Gesetz zuständig für die Kinderbetreuung, die aber im Landkreis Vechta von den Kommunen vor Ort in Zusammenarbeit mit kirchlichen und privaten Trägern organisiert wird. Eine zum Jahresende auslaufende Vereinbarung steht nun im Kreistag zur Verlängerung bis 2025 an. Der Finanzausschuss hat die Annahme empfohlen. Demnach beteiligt sich der Landkreis Vechta bis ins Jahr 2023 an den Investitionskosten zur Schaffung von Krippen-, Großtagespflege- und Kindergartenplätzen mit bis zu 4.200 Euro pro Betreuungsplatz. 2024 und 2025 sollen die Kommunen jeweils 4.500 Euro erhalten. Insgesamt sollen bis 2023 1,5 Millionen Euro bereitgestellt werden, für 2024 und 2025 nochmals 1,1 Millionen Euro.

Auch an den Betriebskosten der von den Städten und Gemeinden organisierten Krippen-, Kindergarten- und Hortbetreuung beteiligt sich der Landkreis je Gruppe künftig weiter mit jährlichen Beträgen: Für eine Regelgruppe in Krippe und Hort hat man sich auf 21.000 Euro geeinigt, für eine Ganztagsgruppe in der Krippe auf 27.000 Euro sowie für eine Regelgruppe im Kindergarten auf 33.000 Euro. Für eine Ganztagsgruppe im Kindergarten erhalten die Kommunen 41.000 Euro, für eine Kleingruppe je nach Gruppenart die Hälfte des festgelegten Betrages. Die Vereinbarung wird bis zum Jahr 2025 geschlossen, mit einmaliger Kündigungsmöglichkeit Ende 2023.

Neu: Auch Kindergartenplätze werden bezuschusst 

Die erforderlichen Haushaltsmittel in Höhe von 2,6 Millionen Euro an Investitionskostenzuschüssen und 52,5 Millionen Euro für Betriebskostenzuschüsse will der Kreistag in den nächsten 5 Haushalten bereitstellen. Mit dieser Vereinbarung erhöht sich der Beitrag des Landkreises zu den Betriebskosten auf der Grundlage des Kindergartenbedarfsplanes um jährlich 3,2 Millionen Euro. Auch die Betriebskostenbeiträge zu den Kindergartengruppen steigen deutlich, während die Beiträge für die Krippengruppen gleich bleiben. Dafür verantwortlich sind zuletzt jährlich gewachsene Defizite der Städte und Gemeinden unter anderem durch den Wegfall der Elternbeiträge.

Auch der Beitrag des Landkreises zu den Investitionskosten erhöht sich aufgrund gestiegener Baukosten jährlich von bisher 300.000 Euro auf 500.000 Euro und zuletzt 550.000 Euro. Pro Betreuungsplatz erhöht sich der Beitrag von 3.300 Euro auf 4.200 Euro und 4.500 Euro. Diese Beiträge zahlt der Kreis nun auch für Kindergartenplätze, für die es bisher kein Geld gab.

Jetzt neu! Moin Friesoythe! Der wöchentliche Newsletter für die Eisenstadt mit aktuellen News und Informationen. So verpassen Sie nichts mehr. Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach. Jetzt hier anmelden.  

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Landkreis Vechta zahlt mehr für Ausbau und Betrieb von Kitas - OM online