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Landkreis Vechta würdigt Verdienste von Clemens-August Krapp

Eine Feierstunde erinnert an die erstmalige Wahl des CDU-Politikers zum Landrat im November 1972.

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Landrat dankt Ehrenlandrat: Tobias Gerdesmeyer (links) lobte am Samstag (19. November) im Vechtaer Kreishaus die Lebensleistung von Clemens-August Krapp. Foto: Esslinger

Landrat dankt Ehrenlandrat: Tobias Gerdesmeyer (links) lobte am Samstag (19. November) im Vechtaer Kreishaus die Lebensleistung von Clemens-August Krapp. Foto: Esslinger

In einer Feierstunde zu seinen Ehren hat der Vechtaer Ehrenlandrat Clemens-August Krapp die heute im Landkreis Vechta aktiven Entscheidungsträger zu mutigeren Schritten in die Zukunft aufgefordert. „Damit es unseren Leuten weiter gut geht“ müssten die Kommunen vor Ort die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Unternehmen sich weiter erfolgreich entwickeln könnten, sagte Krapp.

Erfolgreiche Wirtschaftsunternehmen und die Schaffung von Arbeitsplätzen seien die beste Sozialpolitik. Sie seien die Voraussetzung für den Erhalt des Wohlstandes, der in 50 Jahren gemeinsam erarbeitet worden sei. Nötig seien weniger staatliche Eingriffe und wieder mehr Vertrauen in die handelnden Menschen vor Ort.

Der amtierende Landrat Tobias Gerdesmeyer hatte am Samstag engste Weggefährten sowie die Familie des gebürtigen Steinfelders in das Kreishaus eingeladen. Anlass war das 50. Wahljubiläum des heute 84-Jährigen am vergangenen Mittwoch. Am 16. November 1972 war der CDU-Politiker bereits mit 34 Jahren zum Landrat gewählt worden. Das Amt hatte Krapp 29 Jahre inne. Er gehörte 33 Jahre dem Kreistag an sowie 20 Jahre dem Landtag. 21 Jahre war Krapp zudem Vorsitzender der CDU im Landkreis Vechta.

Entwicklungen maßgeblich angeschoben

Gerdesmeyer würdigte Krapp als unermüdlichen Strategen einer beispiellosen Entwicklungsgeschichte. Der gleichzeitig erfolgreiche Unternehmer habe als Politiker Menschen nie nach dem Mund geredet, aber man habe sich auf sein Wort verlassen können. Krapp habe wichtige Initiativen angeführt: etwa 1977 den Erhalt des Landkreises Vechta, die konsequente Entwicklung ländlicher Räume, den Erhalt und Ausbau der Universität und die Gründung der heutigen Privaten Fachhochschule in Vechta sowie die Gründung des Verbundes OM als Marketingorganisation der Landkreise Vechta und Cloppenburg.

Gerdesmeyer lobte Krapp als Politiker mit Gottvertrauen, der auf der Grundlage der christlichen Soziallehre handelte. Der Erfolg einer Region sei immer ein Erfolg von Menschen. Als langjähriger Weggefährte würdigte auch der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Paul-Heinz Wesjohann, Krapps Lebenswerk.

Gemeinsam pflanzten Landrat Tobias Gerdesmeyer und Vorgänger Clemens-August Krapp einen Baum in Erinnerung an die Feierstunde. Foto: EsslingerGemeinsam pflanzten Landrat Tobias Gerdesmeyer und Vorgänger Clemens-August Krapp einen Baum in Erinnerung an die Feierstunde. Foto: Esslinger

Zugleich forderte der Seniorchef der PHW-Gruppe in Rechterfeld neue politische Initiativen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit heimischer Firmen. Auf Kreisebene brauche es konzertierte Aktionen zur Sicherung der Wasserversorgung und kostengünstiger Energie. Genehmigungen für Photovoltaik und Windkraft müssten erleichtert und beschleunigt sowie Bürokratie abgebaut werden. Auch über ein Erdwärmewerk im Ballungsraum Vechta/Lohne lohne eine Diskussion im Vechtaer Kreistag, sagte Wesjohann.

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