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Landkreis fördert das Friesoyther Krankenhaus

Am Donnerstag sprach sich der Kreistag für eine Beteiligung an der 32 Millionen Euro teuren Baumaßnahme. Bewilligt wurden 6,5 Millionen Euro, unter gewissen Voraussetzungen.

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Sanierung ist notwendig: Am Friesoyther Krankenhaus sind mehrere Maßnahmen geplant.Foto: MT-Archiv

Sanierung ist notwendig: Am Friesoyther Krankenhaus sind mehrere Maßnahmen geplant.Foto: MT-Archiv

Eine Förderung in Höhe von rund 6,5 Millionen Euro für das Friesoyther Krankenhaus haben die Mitglieder des Kreistages gestern einstimmig bewilligt. Die Baumaßnahme kostet rund 32 Millionen Euro, die Kreisförderung soll auf die Haushaltsjahre 2021 bis 2025 verteilt werden.

Voraussetzung dafür ist allerdings ein gleichzeitiger Zuschuss durch Landesmitteln und eine Kofinanzierung durch die Stadt Friesoythe. Geplant ist ein Neubau der Intensivstation, die Zentralisierung des OP und die Verlagerung der Zentralsterilisation. Für die bisher bereits realisierten Leistungen erhält das Hospital vom Landkreis schon jetzt eine Abschlagszahlung von 770000 Euro, die in der Gesamtfördersumme berücksichtigt wird.

Das Landessozialministerium hat im Oktober des vergangenen Jahres zunächst 3,5 Millionen Euro bewilligt. Insgesamt beträgt die vorgesehene Gesamtfördersumme 22 Millionen Euro. Die städtischen Gremien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt über die Finanzierung beraten, zudem müsse noch die Höhe des Eigenanteils festgelegt werden.

„Eine wohnortnahe Versorgung ist in unserem Flächenlandkreis wichtig“Hermann Schröer, CDU-Fraktion

Wie Hermann Schröer von der CDU-Fraktion erklärte, habe passend dazu die niedersächsische Enquetekommission zur Sicherstellung der ambulanten und stationären medizinischen Versorgung ihren Abschlussbericht vorgelegt.

„Darin hieß es unter anderem, dass wohnortnahe Versorgung wichtig ist. Gerade die Pandemie hat gezeigt, dass wir in unserem Flächenlandkreis von der Bettenanzahl her kleinere Krankenhäuser benötigen“, so Schröer weiter. Zudem sei die Spezialisierung wie mit einem Adipositas-Zentrum zu begrüßen.

Bauliche Struktur hat erhebliche Defizite

Die Maßnahmen in Friesoythe sind nach Angaben des Krankenhauses notwendig, da die bauliche Struktur des Funktionsgebäudes aus dem Jahr 1987 erhebliche Defizite aufweist. „Die OP-Abteilung ist nicht räumlich zusammenhängend und aufgrund der ungünstigen Anordnung nicht wirtschaftlich und funktional zu betreiben“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Der Anteil an Patienten, die isoliert werden müssen, sei in der Vergangenheit auf rund 30 Prozent angestiegen, dies könne so nicht einfach bewerkstelligt werden. Zudem habe das überregionale „Adipositas Zentrum Nord-West“ einen Mehrbedarf an Fläche.

Laut Krankenhausplan des Landes hat das St.-Marien-Hospital 115 stationäre Planbetten, jährlich werden rund 6000 Patienten behandelt. Schwerpunkte der Versorgung liegen im Bereich Innere Medizin, Chirurgie, Anästhesie und Intensivmedizin, Geriatrie, Frauenheilkunde sowie Ernährungsmedizin und Suchttherapie.

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