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Land will Uni-Neubau nicht finanzieren

Wut und Frust in Oldenburg: Das Land Niedersachsen will den geplanten Neubau der Universitätsmedizin nicht finanzieren. Die Kosten werden auf 142 Millionen Euro geschätzt.

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Ein Schild mit der Aufschrift "European Medical School" hängt am Gebäude der European Medical School an der Carl-von-Ossietzky-Universität, in dem die Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften untergebracht ist. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Ein Schild mit der Aufschrift "European Medical School" hängt am Gebäude der European Medical School an der Carl-von-Ossietzky-Universität, in dem die Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften untergebracht ist. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Der Oberbürgermeister und die Universität der Stadt Oldenburg haben mit völligem Unverständnis auf die Entscheidung der Landesregierung reagiert, im Etatentwurf keine Mittel für den geplanten Neubau der Universitätsmedizin einzustellen. Der Aufbau der Universitätsmedizin werde damit trotz der klaren Empfehlungen des Wissenschaftsrats in eine unsichere Zukunft geschickt, warnte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) am Dienstag.

Der Präsident der Hochschule, Hans Michael Piper, betonte, die Universitätsmedizin Oldenburg sei der Garant für die ärztliche Versorgung im Nordwesten. «In Zeiten von Pandemien wird dies noch einmal besonders deutlich. Es macht mich daher sehr betroffen, dass die Niedersächsische Landesregierung in ihrem Haushaltsentwurf das dringend benötigte Lehr- und Forschungsgebäude der Oldenburger Universitätsmedizin nicht berücksichtigt.»

"Die jetzige Entscheidung der Landesregierung lässt uns ratlos zurück."Hans Michael Piper, Präsident der Uni Oldenburg

Das Finanzministerium bestätigte, dass die Mittel nicht im Etat für 2021 enthalten seien. Allerdings steht die Einbringung und Beratung des Haushaltsentwurfs im Parlament noch an. Die Baukosten werden auf etwa 142 Millionen Euro geschätzt. In den Haushaltsberatungen wurde nach Angaben der Stadt Oldenburg ein Antrag über 80 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt abgelehnt. Die NWZ hatte zuvor berichtet.

Piper zufolge verpflichtete sich die Uni in der Zielvereinbarung mit dem Land, 200 Studienplätze bis Mitte der 2020er Jahre in Oldenburg zu realisieren. «Die jetzige Entscheidung der Landesregierung konterkariert diese Pläne und lässt uns ratlos zurück.» Ohne den beantragten Medizin-Neubau sei der weitere Ausbau einer humanmedizinischen Ausbildung in Oldenburg nicht möglich.

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