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KVN fordert Verlängerung der Corona-Sonderregelungen für Psychotherapeuten

Eine weitere Verlängerung der Sonderregelungen zur Videobehandlung sei unverzichtbar mit Blick auf die steigenden Inzidenzen. Sonst sei die psychotherapeutische Versorgung gefährdet.

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Ein Mann hält eine FFP2-Maske in der Hand. Foto: dpa/Kahnert

Ein Mann hält eine FFP2-Maske in der Hand. Foto: dpa/Kahnert

Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat das Auslaufen von Corona-Sonderregelungen für Psychotherapeuten zum 31. März kritisiert. "Die Inzidenz-Höchststände zeigen: Die Pandemie ist nicht vorbei. Um Patientinnen und Patienten optimal zu schützen, müssen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten weiterhin flexibel per Videosprechstunde behandeln dürfen", forderte der Vorstandsvorsitzende Mark Barjenbruch.

"Eine weitere Verlängerung der Corona-Sonderregelungen zur Videobehandlung ist unverzichtbar. Auch auf die erweiterten Möglichkeiten der telefonischen Beratung kann in vielen Regionen angesichts schlechter Internetverbindungen nicht verzichtet werden", betonte Barjenbruch. Mit dem Auslaufen der Corona-Sonderregelungen Ende März wird der zulässige Umfang von Videobehandlungen wieder auf maximal 20 Prozent der jeweiligen Leistung und 20 Prozent der Patienten pro Quartal begrenzt.

Psychotherapeuten müssten weiter eigenständig entscheiden können

"Diese Begrenzung der Videobehandlung gefährdet in der weiterhin angespannten Lage, die durch die Versorgung der Geflüchteten aus der Ukraine verschärft worden ist, die psychotherapeutische Versorgung", sagte der KVN-Vorsitzende. Psychotherapeuten müssten auch in Zukunft eigenverantwortlich entscheiden können, ob und wie oft eine Videobehandlung erforderlich und angemessen ist. Grundsätzlich sollten die Regelungen zum Einsatz von Videobehandlungen für gesetzlich Krankenversicherte weiterhin flexibel eingesetzt werden können.

"Gerade die Pandemiesituation erlaubt es aber vielen Patientinnen und Patienten aus verschiedenen Gründen nicht, eine psychotherapeutische Praxis aufzusuchen. Quarantäne und die Infektionsgefahr auf dem Weg in eine Praxis stehen dem Praxisbesuch entgegen", sagte der KVN-Chef. Die KVN ist die Interessenvertretung der rund 14.700 niedergelassenen Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten in Niedersachsen.

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