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Kritik an Wolfstötung im Kreis Lüneburg: "Fünfter Fehlabschuss in Folge"

Die Jagd auf Problemwölfe sorgt für Aufregung in der Landespolitik – weil es offenbar mal wieder das falsche Tier traf. Die Grünen kritisieren das Vorgehen von Umweltminister Olaf Lies (SPD) scharf.

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Foto: dpa

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Die Grünen im Landtag haben die vom niedersächsischen Umweltministerium angeordnete Tötung eines Wolfes im Landkreis Lüneburg scharf kritisiert. "Die tote Wölfin in Amt Neuhaus ist der fünfte Fehlabschuss in Folge", sagte der naturschutzpolitische Sprecher Christian Meyer am Dienstag. "Wir fordern ein sofortiges Moratorium für die irrlichternde Wolfsjagd von Umweltminister Lies." Erneut sei keiner der beiden gesuchten Problemwölfe getötet worden, sondern eine Jungwölfin, die nicht an Nutztierrissen beteiligt gewesen sei.

Nach Angaben des Umweltministeriums, das von Olaf Lies (SPD) geführt wird, war die Tötung des nicht trächtigen Wolfes nach dem Bundesnaturschutzgesetz rechtens. Demnach war es seit 2017 in dem Territorium des Rudels im Amt Neuhaus an der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern vermehrt zu Wolfsattacken auf Nutztiere gekommen. Nach mehreren erfolglosen Maßnahmen sei Ende November eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung zur sogenannten Entnahme von Tieren erteilt worden.

Naturschützer haben bereits Klage eingereicht

Der Umgang der Landesregierung mit den streng geschützten Wölfen wird auch vom Naturschutzverband Nabu Niedersachsen kritisiert, der kürzlich gemeinsam mit zwei anderen Organisationen beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg Klage gegen die niedersächsische Wolfsverordnung eingereicht hat. Grünen-Abgeordnete zogen bereits wegen der Wolfspolitik vor den Staatsgerichtshof in Bückeburg. Sie lassen überprüfen, ob es verfassungsgemäß ist, dass die Landesregierung keine Details zu laufenden Abschussgenehmigungen veröffentlicht. Die Bückeburger Richter wollen ihre Entscheidung in dieser Frage am 8. Februar verkünden.

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