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Krieg in Europa ist größte Sorge junger Menschen

Bei der letzten Befragung von Jugendlichen stand noch der Klimawandel an erster Stelle der Ängste. Jetzt ist es der Krieg in der Ukraine.

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Jugendlicher mit Mund-Nasen-Schutz in der S-Bahn. Die Generation lebt laut einer Studie im Krisenmodus. Foto: dpa/Gutierrez-Juarez

Jugendlicher mit Mund-Nasen-Schutz in der S-Bahn. Die Generation lebt laut einer Studie im Krisenmodus. Foto: dpa/Gutierrez-Juarez

Die von mehreren globalen Krisen geprägte Zeit hat besonders bei der Generation der jungen Menschen in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen.

Das zeigt eine von den Jugendforschern Simon Schnetzer und Klaus Hurrelmann geleitete, repräsentative Befragung von 14- bis 29-Jährigen, die am Dienstag vorgestellt wurde. Der mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine nach Europa gekommene Krieg, der demnach 68 Prozent der Befragten in Sorge versetzt, ist sprunghaft an die erste Stelle der Bedenken getreten.

Im „Dauerkrisen-Modus“

Bei den 1021 im März befragten jungen Menschen folgt die in vorigen Ausgaben der Trendstudie dominierende Angst vor dem Klimawandel (55 Prozent) nun an zweiter Stelle. Auch die Sorgen vor einer Inflation (46 Prozent), einer sozialen Spaltung der Gesellschaft (40 Prozent) und einer Wirtschaftskrise (39 Prozent) bleiben präsent. Wegen der zuletzt weiter spürbaren Einschränkungen durch Corona beklagen die Befragten zudem den Kontrollverlust bei ihrer Alltagsgestaltung, ihren persönlichen Beziehungen und ihrer Bildungs- und Berufslaufbahn.

Die Forscher wähnen die Jugend somit in einem „Dauerkrisen-Modus“. „Wir haben eine Überlagerung von Krisen und diese Last für junge Menschen, die ist doch sehr groß geworden“, resümierte Schnetzer.

Auch die psychische Gesundheit verschlechterte sich den Studienergebnissen zufolge. Fast die Hälfte (45 Prozent) der Befragten gab an, Stress zu erleben. Auf der Liste der häufigsten psychischen Belastungen folgen Antriebslosigkeit (35 Prozent), Erschöpfung und Langeweile (je 32 Prozent) und Depression und Niedergeschlagenheit (27 Prozent). 13 Prozent erleben demnach Hilflosigkeit, 7 Prozent sogar Suizidgedanken.

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