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Kreisvolkshochschule: Visbeker CDU-Fraktion für Überbrückungshilfe

Die Corona-Pandemie bescherte der KVHS finanzielle Einbußen. Die Einrichtung wünscht sich deshalb von der Gemeinde Visbek eine Erhöhung des jährlichen Zuschusses. Das geht der CDU-Fraktion zu weit.

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Geld für Bildung: Die Kreisvolkshochschule Vechta leidet finanziell unter der Corona-Pandemie. Die Gemeinde Visbek, in der es eine Außenstelle gibt, möchte die Einrichtung unterstützen. Symbolfoto: dpa/Reinhardt

Geld für Bildung: Die Kreisvolkshochschule Vechta leidet finanziell unter der Corona-Pandemie. Die Gemeinde Visbek, in der es eine Außenstelle gibt, möchte die Einrichtung unterstützen. Symbolfoto: dpa/Reinhardt

Die Corona-Pandemie hat an vielen Stellen für finanzielle Einbußen gesorgt – auch bei der Kreisvolkshochschule (KVHS) Vechta. Um diese Einnahmeeinbußen auszugleichen, hat die KVHS einen Antrag auf Erhöhung des jährlichen Zuschusses vonseiten der Gemeinde Visbek gestellt. Dies war Thema bei der jüngsten Sitzung des Familien-, Schul- und Kulturausschusses. Die CDU-Fraktion schlug allerdings vor, den jährlichen Zuschuss nicht zu erhöhen, sondern der KVHS die kommenden 2 Jahre jeweils einen einmaligen Zuschuss zu gewähren.

Wie Fachbereichsleiter Gerd Brengelmann näher ausführte, erhält die KVHS – im Rahmen der Kooperationsvereinbarung für die gemeinsame Nutzung des Hauses der Bildung und Familie in Visbek – nach einem entsprechenden Ratsbeschluss seit 2017 einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 17.500 Euro. Da sich die Teilnehmergebühren für die Kurse im Rahmen der Pandemie nach Angaben der KVHS 2020 und 2021 halbierten, habe dies auch Auswirkungen auf die Außenstelle in Visbek. Deshalb soll geprüft werden, ob eine Erhöhung des jährlichen Zuschusses auf 25.000 Euro möglich ist. Brengelmann ließ wissen, dass das durchaus machbar sei.

CDU-Fraktion gegen jährliche Erhöhung

Es gebe eine „super Zusammenarbeit“ mit der Kreisvolkshochschule, sagte Birgit Nordmann (CDU). Nichtsdestoweniger leide nicht nur die KVHS unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Im Namen der CDU-Fraktion ließ Nordmann wissen, dass diese den jährlichen Zuschuss an die Einrichtung nicht erhöhen möchte. Stattdessen halte die Fraktion es für angemessen, für die Jahre 2022 und 2023 jeweils einen einmaligen zusätzlichen Beitrag in Höhe von 7500 Euro zu gewähren. Damit solle ein Puffer geschaffen werden, bis die KVHS wieder selbst in der Lage sei, sich zu finanzieren. Diesem Antrag der CDU-Fraktion wurde mehrheitlich von den Anwesenden zugestimmt.

Zuvor warb Annette Hanken (Grüne) dafür, dem Antrag der KVHS zuzustimmen, da diese „wichtig für Visbek“ sei. Hanken drückte zudem ihr Bedauern aus, dass die Zusammenarbeit mit den Selbstgestaltern „noch nicht richtig klappt“. So habe sie vernommen, dass die Selbstgestalter einen Kurs anbieten, den es auch bei der KVHS gebe. Das sei schade. Sie hoffe, dass das künftig besser laufe.

Das wollte Petra Pohlmann von den Selbstgestaltern so nicht stehenlassen. Bei dem von Hanken angesprochene Angebot handelt es sich um das offene „Smarte Café“, bei dem „kleine Fragen“ rund um das Smartphone geklärt werden, wie Pohlmann erklärte. Dabei gehe es um den Austausch in der Gemeinschaft mit anderen, die die gleichen Probleme haben. Eine entsprechende Werbung der KVHS liege aus und es werde auch auf die Kurse verwiesen, betonte sie. Hanken räumte daraufhin ein, dass sie dies wohl missverstanden habe. Schließlich lehnten die Ausschussmitglieder den Antrag der KVHS mehrheitlich ab.

Selbstgestalter: Start der Nordkreis-Zusammenarbeit verschiebt sich

Die Selbstgestalter waren ebenfalls Thema der Ausschusssitzung. Die Sozialstation Nordkreis Vechta beantragt die Weiterführung der Koordinierungsstelle für offene Seniorenarbeit mit einer halben Vollzeitstelle bis zum Ende dieses Jahres. Der aktuelle Vertrag läuft Ende März aus, wie Gerd Brengelmann ausführte. Danach war eigentlich der Start der angestrebten gemeinschaftlichen Neuausrichtung der Offenen Altenhilfe in Kooperation mit den Kommunen Vechta, Goldenstedt und Bakum vorgesehen. Doch die aktuellen Förderprojekte in Goldenstedt und Bakum haben sich verschoben und laufen erst zum Ende dieses Jahres aus, sagte Brengelmann. Somit sei die Kooperation erst ab dem kommenden Jahr möglich. Bis dahin soll das Projekt entsprechend von den Selbstgestaltern erarbeitet werden.

Angesichts der Zusammenarbeit der Nordkreis-Kommunen habe es bereits Vorgespräche gegeben, auch mit den Bürgermeistern, wie Bürgermeister Gerd Meyer wissen ließ. Bis zum Herbst soll es ein Konzept geben, wie diese Zusammenarbeit aussehen könnte. Meyer warb dafür, dass der Vertrag bis zum Ende des Jahres verlängert wird. Das Angebot der Selbstgestalter werde in der Gemeinde Visbek auch gut angenommen, ergänzte Maria Freese (CDU). Schließlich sprachen sich die Ausschussmitglieder einstimmig dafür aus, dass das Projekt der Selbstgestalter in Visbek bis zum 31. Dezember 2022 verlängert wird.

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