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Kreis investiert 2,5 Millionen Euro in Straßensanierung

Verschiedene Abschnitte sollen im kommenden Jahr ausgebessert werden. Das entsprechende Programm für 2022 hat die zuständige Landesbehörde im Verkehrsausschuss vorgestellt.

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Bestandteil des Sanierungsprogramms: Die Emsteker Straße von Cloppenburg nach Emstek. Foto: Hermes

Bestandteil des Sanierungsprogramms: Die Emsteker Straße von Cloppenburg nach Emstek. Foto: Hermes

Rund 2,5 Millionen Euro investiert der Landkreis Cloppenburg im nächsten Jahr in die Sanierung einiger Straßen. Ein entsprechendes Programm hat die zuständige Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Lingen (NLStBV), im Kreis-Verkehrsausschuss vorgestellt. 

Wie Landrat Johann Wimberg erklärte, gibt es eine Vereinbarung mit der NLStBV zur Verwaltung der Kreisstraßen. In einigen anderen Landkreisen werde dies selbst von eigenen Straßenmeistereien vorgenommen. Der Kreistag hätte sich in der Vergangenheit jedoch dafür entschieden, eine Kooperation zu schließen, um die Expertise der Landesbehörde zu nutzen.

Zu den Straßen gehört unter anderem auch die Emsteker Straße im Abschnitt zwischen dem Kreisel an der Fritz-Reuter-Straße bis zur Cappelner Straße kurz vor Westeremstek. Hierbei müsse die Deckschicht gefräst werden, ein neuer Belag geschaffen und einige Schadstellen punktuell saniert werden. Es gebe mehrere Risse und offene Nähte im Asphalt. Die Kostenschätzung für diese Maßnahme liegt bei rund 300.000 Euro. Zudem muss die K 343 von Sedelsberg nach Friesoythe in mehreren Abschnitten saniert werden.


Folgende Bereiche sollen 2022 saniert werden:

  • K 359 (Emstek – Fa. Mählmann): Fahrbahn hat diverse Risse, Ausmagerungen und Kornausbrüche sowie bereichsweise Netzrisse und Randabbrüche (Kosten: 334.000 Euro).
  • K 149 (L 835 – Petersdorf): Fahrbahn hat diverse Risse und Ausmagerungen sowie bereichsweise Randabbrüche (273.000 Euro).
  • K 174 (Cloppenburg – L 842): Die Fahrbahn hat diverse Risse, Ausmagerungen und Kornausbrüche sowie bereichsweise Netzrisse und offene Nähte (303.000 Euro).
  • K 298 (Hamstrup – Lastrup): Die Fahrbahn hat diverse Flickstellen und Risse sowie Ausmagerungen und Kornausbrüche (330.000 Euro).
  • K 343 (Sedelsberg – Friesoythe): Die Fahrbahn hat bereichsweise starke Längs- und Quer-Unebenheiten sowie offene Risse. Zudem weist der Kreisverkehr diverse Schadstellen auf (240.000 Euro).
  • K 343 (Sedelsberg – Friesoythe): Fahrbahn hat diverse Flickstellen und Risse sowie Ausmagerungen und Kornausbrüche (175.000 Euro).
  • K 343 (Sedelsberg – Friesoythe): Fahrbahn hat diverse Flickstellen und Risse sowie teils starke Längs- und Quer-Unebenheiten (627.000 Euro).
  • K 159 (Ortsdurchfahrt Lindern): Fahrbahn hat diverse Risse und Flickstellen sowie Ausmagerungen und Kornausbrüche (244.000 Euro).

Wie Kreisrat Ansgar Meyer erklärte, stehe für das Deckensanierungsprogramm grundsätzlich ein Budget von 2,4 Millionen Euro sowie für Radwege ein Budget von 300.000 Euro jährlich zur Verfügung. Bei Bedarf könne auch umgeschichtet werden. Die Haltbarkeit einer Maßnahme hängt nach Ansicht von Experten von der Belastung ab. Sofern diese nicht außergewöhnlich ist, könne man von einer Haltbarkeit von rund zehn Jahren ausgehen. Neben der Asphaltdecke werden in den entsprechenden Abschnitten auch die Radwege saniert.

Herbert Holthaus von der CDU plädierte auf Dauer für eine Umschichtung der Kosten zugunsten der Radwege. Die Schaffung eines gut ausgebauten Wegenetzes gewinne immer mehr an Bedeutung. Zustimmung dafür gab es vom Ausschussvorsitzenden Detlef Kolde (SPD) und auch von Stephan Christ (Grüne). Letzterer bemängelte zudem das Verhältnis der Budgetierung für Straßen und Radwege als nicht stimmig.

Der Leitende Kreisbaudirektor, Roland Ribinski, hält einen höheren Einsatz für die Radwegesanierung ebenfalls für richtig und wichtig. Unabhängig davon sprach er sich aber auch dafür aus, den Bedarf bei Kreisstraßen zu beobachten und das Budget nach Ermessen festzulegen. Man habe in den vergangenen zehn Jahren systematisch in die Sanierung investiert. Um den erreichten guten Zustand aufrecht zu erhalten, sei es sinnvoll, die Finanzmittel wirtschaftlich einzusetzen. Zunehmend würden häufig "dünnere Maßnahmen", wie zum Beispiel eine Deckenerneuerung, ausreichen.

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