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Krawallmacher, mehr nicht

Thema: Ausschreitungen in den Niederlanden – Die  verschärften Corona-Regeln sind dabei nur Mittel zum Zweck. Und der heißt: Lust auf Randale und Gewalt.

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Es sind erschreckende und verstörende Szenen, die sich seit dem vergangenen Wochenende allnächtlich in vielen Großstädten der benachbarten Niederlande zutragen, etwa in Enschede und Amsterdam: Vermummte Menschen bewerfen Polizisten mit Steinen und Feuerwerkskörpern, plündern Geschäfte, legen Brände, greifen sogar Krankenhäuser und Covid-19-Testzentren an. Das ist allerdings kein politischer Protest gegen die verschärften Corona-Regeln, wie etwa die jüngst beschlossene Ausgangssperre zwischen 21 und 4.30 Uhr, sondern nichts anderes als pure Lust an Gewalt und Chaos – frei von jeglicher Legitimation.

Viele der Kriminellen gehören zwielichtigen Bewegungen wie "Viruswaanzin" an, die die Corona-Pandemie für harmlos und geplant von Subjekten einer monetären Elite erachten. Immer im Visier dieser Leute ist dabei auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk NOS, der als Lügenmedium hingestellt wird. Folge: Der Sender musste – nach mehr als 100 Übergriffen – zum Schutz der Journalisten und des technischen Equipments die Logos auf seinen Fahrzeugen entfernen.

Zu diesen Verschwörungsgläubigen gesellen sich Vertreter der im niederländischen Vereinsfußball stark ausgeprägten und extrem gewaltbereiten Hooliganszene. Sie sind häufig angetrieben von rassistischem und antisemitischem Gedankengut, grundsätzlichem Hass auf den Staat sowie die liberale, freie und demokratische Gesellschaft. In den Corona-Einschränkungen sehen sie ein willkommenes Mittel zum Zweck, und der heißt Randale. 

Von daher muss die niederländische Regierung hart durchgreifen, will sie nicht die Kontrolle über das öffentliche Leben an den Mob verlieren.

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