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Krankenhäuser stehen vor Verschiebung geplanter Operationen

Das Gesundheitsministerium arbeite bereits an einer Verordnung zur Freihaltung von Kapazitäten, sagte ein Sprecher. Auf den Intensivstationen ist die Zahl der Patienten fast genauso hoch wie 2020.

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Eine Pflegekraft geht auf einer Intensivstation über den Flur. Symbolfoto: dpa/Strauch

Eine Pflegekraft geht auf einer Intensivstation über den Flur. Symbolfoto: dpa/Strauch

In der zunehmend dramatischen Corona-Lage bereiten sich auch die Krankenhäuser in Niedersachsen darauf vor, geplante Eingriffe wieder verschieben zu müssen. Die Intensivkapazitäten seien begrenzt, teilte die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG) am Freitag auf Anfrage mit.

Das Gesundheitsministerium des Landes arbeite bereits an einer Verordnung zur Freihaltung von Kapazitäten, sagte ein NKG-Sprecher. Problematisch für die Krankenhäuser sei dabei, dass es aktuell keine Regelung zur Finanzierung von Ausgleichszahlungen für das Freihalten von Behandlungskapazitäten gebe. In den vorherigen Corona-Wellen habe es dafür sogenannte Freihaltepauschalen gegeben.

Niedersachsen nimmt Intensivpatienten aus anderen Ländern auf

Im Vergleich zum Vorjahr werden derzeit insgesamt weniger Covid-Patienten in den niedersächsischen Krankenhäusern behandelt. Der Rückgang zeige sich allerdings nur bei Patienten, die auf den Normalstationen behandelt werden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag. Auf den Intensivstationen ist die Zahl demnach mit derzeit 196 Patienten fast genauso hoch wie vor einem Jahr (198).

Weil andere Bundesländer deutlich höhere Corona-Infektionszahlen haben als Niedersachsen, nimmt das Land jetzt zudem Intensivpatienten beispielsweise aus Thüringen auf. Die NKG erklärte, diese Verlegungen nach dem sogenannten Kleeblatt-Konzept seien wichtig, um die Versorgungskapazitäten in Deutschland optimal zu nutzen. Die Verlegung von Patienten könne jedoch keine dauerhafte Lösung sein.

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