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Kosten haben sich mehr als verdoppelt

Das Angebot sei deutlich gewachsen, meinte Block. Hinzu kämen die Steigerungen bei Personal- und Sachkosten sowie die Erhöhung der Qualitätsstandards.

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Gefeiert: Als der neue Schriftzug seinerzeit an der Kita St. Raphael angebracht war, ließen die Kinder passend zu den Farben orangefarbene und blaue Ballons aufsteigen. Foto: Archiv Pille

Gefeiert: Als der neue Schriftzug seinerzeit an der Kita St. Raphael angebracht war, ließen die Kinder passend zu den Farben orangefarbene und blaue Ballons aufsteigen. Foto: Archiv Pille

Im Vergleich zum Jahr 2014, als 600.000 Euro aufgewendet wurden, überweist die Gemeinde Bösel den Trägern der Kindertagesstätten heute mehr als das Doppelte, nämlich 1.337.100 Euro, stellte Bürgermeister Hermann Block während der Haushaltsberatungen für die Bereiche Jugend, Kultur, Sport und Familie fest.

Das habe nicht nur mit dem deutlich gewachsenen Angebot zu tun, sondern auch mit der Steigerung von Sach- und Personalkosten sowie mit der Erhöhung von Qualitätsstandards, die „eben nicht kostendeckend vom Land finanziert werden“. Block während der Ratssitzung: „Das mit der Einführung der Beitragsfreiheit in den Kindergärten  war eine Hauptforderung der Städte und Gemeinden.“  

Der Zuschuss für jedes der 296 Kindergartenkinder beträgt 3111 Euro, ergänzte der Vorsitzende des Fachausschusses, Stephan Sandmann (CDU). Hinzu kommen noch 75 Krippenkinder, für die ein „wenn auch kleiner sechsstelliger Betrag“ gezahlt wird. Im Haushaltsplan 2021 werden coronabedingte Gebührenausfälle von 34100 Euro eingeplant. Hinzugerechnet werden müssten noch die Betriebskosten für die Kinderkrippe in Petersdorf, die sich im Bau befindet und Platz für 15 Kinder unter drei Jahren schafft, so Sandmann. Die Finanzierung ist durch Haushaltsreste und neu veranschlagte 550000 Euro sichergestellt.

„Der Zuschuss für jedes der 296 Kindergartenkinder beträgt 3111 Euro.“Vorsitzender Stephan Sandmann

Für den angedachten Waldkindergarten bei der Florian-Hütte (OM online berichtete) sind bereits 50.000 Euro vorläufig eingeplant. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass zunächst eine Abstimmung mit der Freiwilligen Feuerwehr erforderlich sei. Noch offen ist auch die Frage, ob für die Hütte eine Betriebserlaubnis zu bekommen ist. Als Alternative ist ein beheizbarer Bauwagen angedacht.

Der SV Petersdorf möchte in seine Sportanlagen investieren. Der Haushalt 2021 sieht dafür eine Finanzspritze von 14.700 Euro vor. Für insgesamt fast 50.000 Euro möchte der Verein Ballfangzäune errichten, die Spielfeldumrandung erneuern und ein verschließbares Tor anbringen.

Erst im nächsten Jahr will der Fachausschuss über einen Antrag der Kirchengemeinde für das neue Begegnungshaus beraten. Eine neue Kostenübersicht mit einer Finanzierungsplanung liegt vor. Vorläufig wurden 100.000 Euro im Haushalt für nächstes Jahr eingestellt.

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