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Konflikt um Naturschutz: Lies sagt Gespräch zu

Wie es in der Westlichen Dümmerniederung weitergeht, könnte sich bald entscheiden. Der Umweltminister kommt zu einem Treffen vor Ort, teilte der CDU-Abgeordnete Calderone mit.

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Konfliktzone: Westliche Dümmerniederung. Foto: dpa/Gentsch

Konfliktzone: Westliche Dümmerniederung. Foto: dpa/Gentsch

Um bei einer Lösung im Konflikt um die Unterschutzstellung weiterer Flächen in der Westlichen Dümmerniederung voranzukommen, hat Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) ein Gespräch vor Ort zugesagt. Der Minister stehe „für einen Besuch zur Verfügung“, sagte der Quakenbrücker CDU-Landtagsabgeordnete Christian Calderone, der auch für Damme und Neuenkirchen-Vörden zuständig ist. Einen konkreten Termin gebe es zwar noch nicht, aber er habe die Zusage für das Treffen per E-Mail erhalten.

Bauern, Landvolk und Landrat wollen Termin mit Lies

Auf das Gespräch mit dem Minister hatten betroffene Landwirte Ende August angesichts der unklaren Lage gedrängt. Calderone setzte sich daraufhin dafür ein. Auch die Spitze des Kreislandvolkverbandes Vechta (KLV) hatte vor wenigen Tagen gegenüber OM online erneut auf ein Treffen mit Lies gepocht. Ebenso hatte sich Landrat Herbert Winkel um einen Termin mit Lies in der Sache bemüht. Nun dürften alle beteiligten Parteien beim anstehenden Gespräch vor Ort dabei sein.

Die Situation ist derweil vertrackt: Denn der Vechtaer Kreistag hatte am 15. Juli mehrheitlich abgelehnt, das Naturschutzgebiet Westliche Dümmerniederung um weitere 327 Hektar – davon 225 im privaten Besitz – zu erweitern. Landrat Winkel hatte daraufhin das Umweltministerium über das Votum informiert. Das Kommunalverfassungsrecht sieht solch einen Bericht an die Fachaufsicht vor, wenn der Verwaltungschef einen Beschluss für rechtswidrig hält.

Landwirte für Landschaftsschutzgebiet mit Vogelschutz

Das Landvolk will im Namen der betroffenen Landwirte erreichen, dass dort ein Landschaftsschutzgebiet mit Wiesenvogelschutz ausgewiesen wird. Die Sorge geht um, dass es nun per Weisung aus Hannover doch zur Ausweisung eines Naturschutzgebietes mit strengeren Bewirtschaftungsauflagen kommt. Die Ausgleichszahlungen für Beschränkungen gelten den Landwirten als nicht ausreichend, ein Wertverlust wird befürchtet.

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